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Hannibal (hannibal-tipps.txt)

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Hannibal (Amiga)
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_Vorweg_
Das Spiel hat ziemlich viele Bugs. Häufiges Abspeichern ist deshalb dringenst
angeraten. Beispielsweise sollte man keine "unmöglichen" Befehle
versuchen (Winterlager im Sommer), dann stürzt alles gnadenlos ab. Um ein
gespeichertes Spiel zu laden, muss man nicht etwa "Altes Spiel" im
Hauptmenü wählen, sondern "Neues Spiel", und dann von dort aus
laden. Vorsicht bei negativen Armeegrößen. Usw., usw.

_Anfang_
Man sollte möglichst schnell den Rest Spaniens unter seine Kontrolle bringen.
Dazu reicht schon die Eroberung einiger weniger weiterer halbwegs großer
Städte (die gesamte Ostküste und ein oder zwei Städte im Norden
beispielsweise).
Die Verteilung der eigenen drei Armeen ist allerdings suboptimal. Die Armee in
Tarraco ist eher klein. Die Stadt ist einem allerdings freundlich gesinnt,
deshalb sollte man sofort Verhandlungen starten. Nach Abschluss der
Verhandlungen (und natürlich dem anschließenden Leerräumen des Marktes)
belagert man die Stadt sofort - mit ihren eigenen Soldaten.
Die Armee in Carthago Nova ist dagegen riesig - und wenn man versucht, sie so zu
bewegen, sterben zwangsläufig die meisten Männer auf dem (sehr langsamen)
Marsch. Deshalb teilt man sie am besten in drei Teile:
1. So viele Soldaten wie möglich sollten per Schiff nach Tarraco aufbrechen.
Bei Eintreffen wird diese Armee mit der Tarraco belagernden vereinigt. Mit
vereinten Kräften wird die Stadt schnell fallen.
2. Eine kleine Gruppe (1000 Soldaten) bricht nach Westen auf, und grast die
bereits vorhandenen Kolonien nach frischen Söldnern ab.
3. Ca. 20000 Soldaten schickt man "zu Fuß" nach Norden. Die auf dem
Weg liegenden Städte werden belagert und erobert (allerdings erst NACH
Abschluss der Verhandlungen mit Tarraco).
Mit dem Rest der Riesenarmee kann man erstmal nichts anfangen, und man braucht
sie auch nicht dringend. Deshalb werden die übrigen Söldner einfach in die
Stadtarmee eingegliedert. Auf diese Weise gehen sie für spätere Verwendung
nicht verloren.
Letztendlich bliebe noch die dritte Armee in Carthago. Sehr schnell setzt die
überlegene römische Armee von Sizilien über. Dieser sollte man sich nicht
direkt stellen. Stattdessen entlässt man auch hier alle Soldaten bis auf 1000
in die Stadtarmee Carthagos. Die nun kleine Armee zieht nach Süden, um sich
wieder zu verstärken. Der römische Angriff ist durch die nun überwältigende
Verteidigungskraft zum Scheitern verurteilt. Wahrscheinlich wird eine Belagerung
überhaupt nicht mehr begonnen werden, und die feindliche Armee wird
unverrichteter Dinge wieder davonsegeln.

_Gewinnung weiterer Kolonien_
Nach der etwas hektischen Anfangsphase sollte es nun folgendermaßen aussehen:
Der Angriff auf Carthago wurde zurückgeschlagen, Spanien ist vollständig zur
Kolonie geworden.
Nun sollte man nicht etwa direkt auf Rom losrennen. Vielmehr bietet es sich an,
zuerst seine eigene Machtbasis weiter auszubauen. Ein Problem dabei ist die
Begrenzung auf zehn Armeen. In jeder Kolonie muss zwangsläufig eine
Besatzungsarmee zurückgelassen werden, da sonst die Städte nach kurzer Zeit
wieder revoltieren werden. Deshalb muss man sehr genau überlegen, welche
Länder die Eroberung lohnen. Nicht zu empfehlen sind Länder mit nur wenigen
Städten und Länder in der Nähe Italiens. Die Finger sollte man auch von den
griechischen Kolonien lassen, da diese sich wie neutrale Städte verhalten, aber
von den Römern auch nicht angegriffen werden - das ist gut genug für unsere
Zwecke. Ein paar Empfehlungen:
-England: Leichte Beute, da schwach verteidigt, aber auch nicht übermäßig
profitabel
-Ägypten: Sehr reiches Land, viele Söldner, aber schlechte Anbindung (lange
Seefahrtswege) und einige stark verteidigte Städte
-Mauretanien: Gehört einem schon teilweise, ist durch Eroberung von zwei/drei
weiteren Städten komplett. Fügt sich zwischen Spanien und Africa gut ein.
Leider nur wenige Söldner.
-Syrien: Siehe Ägypten
Zu stark verteidigte Städte sollte man besser umgehen, stattdessen diese lieber
mit dem "Rest des Landes" automatisch kapitulieren lassen.

_Weiterer Verlauf_
Der Sinn dieser Kolonien sind einerseits finanzielle Einnahmen, andererseits
Söldnernachschub. Wie bereits erwähnt braucht man in jeder Kolonie eine Armee.
Diese sollte erstmal so klein wie möglich sein, aber permanent durch die
Städte des Landes ziehen, und Männer anheuern. Wenn die Größe dann 10000
Männer überschreitet, wird die Armee aufgespalten: Die
"Besatzungstruppe" wird wieder auf minimale Größe gebracht, der Rest
stößt zu den offensiven Truppen (wo auch immer sie gerade gebraucht werden).
Auf der Achse Carthago-Sizilien sollte man schnell die Überhand gewinnen
können. Sobald man eine überlegene Armee (inklusive der in Carthago
"zwischengelagerten" Soldaten - aber natürlich immer noch ein paar
Tausend für Notfälle in der Stadtarmee lassen) gesammelt hat, einfach per
Schiff übersetzen, und die dortige römische Armee (sofern überhaupt noch eine
da ist) zerschlagen. Der Computergegner schickt praktisch nie Verstärkung in
diese Richtung. Im griechischen Teil Siziliens wird nochmals aufgestockt, dann
kann man sofort in Süditalien Fuß fassen. Ein paar Städte sollte man
problemlos erobern können, und dann darauf aufbauen. Nicht vergessen, auch
immer eine Armee in Italien zu lassen, da ansonsten diese Städte wieder zu
Freunden Roms werden.
In Südfrankreich wird man dagegen nicht so schnell den Durchbruch schaffen.
Besonders offensiv verhalten sich die Römer da aber auch nicht, und im Hinblick
auf die sonstige Entwicklung reicht ein Stillstand hier absolut. Dieser bleibt
unter Umständen bis zum Schluss bestehen, da der Computergegner selbst bei
Gefahr für italienische Städte selten Armeen zurückzieht.
Als Äußerst praktisch erweisen sich die römischen Bemühungen um Kolonien.
Die meisten Länder nördlich Italiens werden von ihnen planlos attackiert, und
selbst die seltenen Erfolgsfälle werden nicht vernünftig abgesichert, so dass
in kürzester Zeit der gesamte Raum einen selbst freundlich gesinnt ist.
Es reicht deshalb, eine einzige kleine Armee in diesen Bereich zu bekommen.
Diese kann durch Verhandlungen mit den dortigen Städten dann beinahe bis ins
unendliche vergrößert werden. Hierdurch gewinnt man eine weitere Basis zum
Angriff auf Italien - diesmal von Norden aus.

_Spielende_
Die Stadt Rom selbst sollte man erst angreifen, wenn der gesamte Rest Italiens
unter eigener Kontrolle steht. Nicht blindlings sämtliche Soldaten gegen die
Stadt schicken, sondern immer kleine Trupps weiter Nachschub sammeln lassen, und
die so gewonnenen neuen Armeen dann jeweils zur Verstärkung der mittlerweile
sicherlich geschrumpften Belagerungsarmee schicken. Dass immer maximale
Verpflegung vorhanden sein sollte, versteht sich von selbst...

_Allgemeine Hinweise_
-Vorsicht bei Schiffsfahrten: Strecken, die übers offene Meer führen, sind zu
vermeiden, da die Armeen auf diesen immer durch Piraten und Stürme stark
dezimiert werden. Fahrten in Küstennähe sind dagegen relativ gefahrlos.
-Römische Kolonien nie angreifen, wenn es nicht einen sehr guten individuellen
Grund für den Ausnahmefall gibt. Stattdessen einfach eventuell anwesende Armeen
vernichten, und warten, bis die Städte gegen die Fremdherrschaft revoltieren.
So werden sie zu Freunden, müssen aber nicht selbst besetzt gehalten werden.
-Ab November kann man ins Winterlager gehen. Dies sollte man auch so früh wie
möglich tun, da sonst die Verluste beim Bewegen zu groß werden. Deshalb sollte
man schon im Laufe des Oktobers zusehen, alle eigenen Armeen aus dem Feindesland
rauszubekommen, und nicht mehr auf lange (Schiffs-) Reisen zu schicken.


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verfasst von
Mr Creosote
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