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Command & Conquer

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Weitere Titel:
Command & Conquer: Tiberian Dawn
Westwood Studios
1995
Genre:
Strategie, Action
Thema:
Science Fiction / Multiplayer
Sprache:
English, Français, Deutsch, Nihongo
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
91114

Wertung [?]

ss2man44:
5/6
Gesamt:
5/6
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ss2man44 (15.09.2016) [verstecken]

Kommandieren und – verdammt noch mal – Erobern (engl. Command and Conquer, C&C). Ich wage zu behaupten, dass das hier das DOOM aller Echtzeit-Strategiespiele ist. Command and Conquer war vielleicht nicht das Erste seiner Art, aber es war mit Sicherheit das Erste, dass so reingehauen hat und beliebt war. Ein gegenwärtiger Schauplatz, kinofilmartige Zwischensequenzen, tempogeladenes Gameplay und atemberaubender Digitalsound kamen alle zusammen, um eine Erfahrung zu krönen, welche nicht nur die Echtzeit-Strategiespiele in den Mainstream katapultieren, sondern auch die ganzen Uni-Netzwerke überall verstopfen würde.

Auch ohne eigenen historischen Zusammenhang mit dem Spiel, ich wurde lange nach der Veröffentlichung von Command & Conquer geboren, kann ich trotzdem stolz rumprahlen, wieviel Zeit und Jux ich mit diesem Spiel hatte und wie ich es gespielt habe, wann immer ich konnte. Vom coolen Installationsprozess und dem Setup-Programm bis hin zu den erinnerungswürdigen Soundfetzen der Einheiten hat sich dieser Klassiker in mein Gehirn regelrecht imprägniert. Wenn ich das „Yo“ höre, welches die Einheiten von sich geben, erzeugt das ein pawlow’sches Zucken bei mir. Um es mal anders zu sagen: Auch wenn es nicht unbedingt mein Lieblingsteil der Serie ist, so ist es doch der einzige Teil, den ich jemals tatsächlich ganz durchgespielt habe.

Für einen Haufen PC-Gamer bedarf Command and Conquer keiner Erklärung, aber ich werde trotzdem grob schildern, worum es geht und auf einige Sachen deuten, die mir so richtig aufgefallen sind.

Das Spiel ist in den 90ern angesiedelt und es gibt zwei Fraktionen, GDI (Global Defense Initiative) und NOD (The Brotherhood of Nod). Diese beiden bekriegen sich unerbittlich um diese wahnsinnig wertvolle Alien-Substanz namens „Tiberium“. Wobei NOD ein terroristisches Unternehmen ist, unter Leitung eines hoch-charismatischen Anführers, der das Tiberium in seinen Besitz bringen möchte, um die Evolution der Menschheit zu beschleunigen – und GDI die Antwort der Vereinten Nationen (UN) auf NODs extremistische und bösartige Machenschaften.

Das Spiel präsentiert sich aus der Vogelperspektive und zeigt ein Schlachtfeld, worauf der Spieler dann eine Reihe von Aufgaben erfüllen muss. Die, für die damaligen Verhältnisse, hochqualitativen kinofilmartigen Zwischensequenzen dienen dazu, dem Spieler vor jeder Mission seine Ziele zu veranschaulichen. Command and Conquer bereitete hiermit den Weg für das Konzept der Realfilm-Zwischensequenzen in Videospielen. Die Maus dient als Hauptbedienungsmittel des Spiels, hiermit kann der Spieler auf der Karte navigieren, Einheiten auswählen, Angriffs- und Bewegungsbefehle geben, Gebäude aussuchen, platzieren und konstruieren. Anders als bei rundenbasierten Titel wie Civilization findet Command and Conquer in Echtzeit statt. Das bedeutet, dass der Spieler stets unter Druck ist zu handeln, er muss mit seinen Füßen denken und kann sich nicht ewig Zeit lassen – im Gegensatz zu einem gemütlich zelebrierten Schachspiel.

Das Konzept in Command and Conquer war nicht unbedingt neu. Westwood hatte bereits mit der Spielserie Dune, welche vergleichbares Gameplay aufwies, ein ähnliches Spiel abgeliefert. Doch das Setting um eine terroristische Bedrohung trug zur Popularität des Franchises bei, genau wie die Hinzufügung einiger Komfort-Optionen und Handhabungsverbesserungen, welche das Gesamtbild abrunden. Command & Conquer erschien während des Golfkrieges, war somit attraktiv auf dem amerikanischen Markt wegen der politischen Aktualität, und bot einige neue Funktionen wie das Auswählen mehrerer Einheiten auf einmal.

Die größte Stärke Command and Conquers ist meiner Meinung nach der exorbitante Soundtrack von Frank Klepacki, einer regelrechten Branchenlegende. Er würde später auch für den Nachfolger Red Alert einige Tracks hinlegen, wie zum Beispiel den Klassiker Hell March. Die hämmernden Industrial-Techno-Rhythmen und das actiongeladene Gameplay C&Cs komplementieren sich großartig und befördern den Verstand erstaunlich gut in das Schlachtgetümmel – trotz der geringen Auflösung der DOS-basierten Erstveröffentlichung. Der Soundtrack ist einer der wenigen, die auf meinem Handy gelandet sind. Ich hau mir gerne die Tracks Act on Instinct und Mechanical Man mal so nebenbei rein. Ernsthaft: Sucht die Stücke mal und hört sie euch an, ihr werdet nicht enttäuscht sein, sie triefen nur so mit schmackhaftem 90er Trash-Action-Aroma.

Ich will auch noch anmerken, dass mir während dem erneutem Zocken aufgefallen ist, wie gut die ersten Missionen der beiden Fraktionen diese vorstellen und ihre Ideale etablieren. Bei GDI hat man in der ersten Mission einen kleinen Kampftrupp und muss einen Brückenkopf einnehmen, um eine Basis für die Ausschaltung der im nahegelegenen Wald verschanzten Aufständischen zu errichten. NOD-Spieler müssen dagegen in der ersten Mission in einem Wüstencanyon und in einem Dorf Randale schieben, um einen mächtigen Revoluzzer umzulegen, die nicht mit ihren Machenschaften einverstanden ist. Mir ist das noch nie zuvor aufgefallen, aber die Missionen sind wirklich effektiv darin, einen grundlegenden Ersteindruck zu schaffen, der die beiden Fraktionen ethisch voneinander unterscheidet – ohne den Hauptfokus auf die Einheiten und Gebäude zu legen, wie das bei modernen Titeln oft der Fall ist.

Command and Conquer ist nicht perfekt. Das Pathfinding der Einheiten, AI-Fehler, geringe Auflösung und alberne Stimmen-Vertonung sind nicht gut, aber das Spiel ist an sich gut gealtert im Vergleich zu den meisten Games aus den Mitt-90ern. Trotz der Fan-Patches, die die Windows-95-Version auf Windows 10 zum Laufen bringen und des fantastischen OpenRA Projekts, welches C&C von Grund auf neu konstruiert, konnte ich fast nicht aufhören die DOS-Version zu spielen, weil es so spaßig ist und total süchtig macht.

Es gibt Freeware-Veröffentlichungen und viele Methoden an das Spiel zu kommen, ich empfehle ihr downloadet euch das Game und probiert es mal aus. Wenn nicht wegen dem unendlich langem Wiederspielwert mit Multiplayer (CNCNet und OpenRA haben immernoch aktive Spieler) und Community-Maps, dann um einfach mal einen der wichtigsten Videospieltitel den es je gab erlebt zu haben.

Übersetzt von pepsiman

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DOS Version Intro & Gameplay

Verweise

Kommentare (7) [verstecken] [Kommentar schreiben]

Mr Creosote (06.12.2017):

The looks of characters? Yes, you have the all American General with a Kennedy haircut on the one and a bald guy with a goatee on the other side. Whose name sounds like the biblical "Cain". Figures.

pepsiman (05.12.2017):

But Mr Creosote, there is no good and bad in this world. I never thought of NOD as the bad guys. It is your prefabricated concepts that make you interpret this into the game.

In one scenario you kill many people (=bad) in the other only one person (=good), so in utilitarian ethical values (in this case measured in human lives avoided taking), it is quite obvious who is the "good" and who is the "bad" faction. But to me it seems you just based it on the color of suit they are wearing! :D

Maybe we have to begin counting killed npcs to determine utilitarian badness in the future! :D

Mr Creosote (04.12.2017):

Zitat:
how well the two factions' first missions introduce them and establish their differing ideals. GDI starts you off by commanding a small strike force to take a beach head and establish a base to weed out insurrectionist forces hiding in the forest, while Nod's first mission is a rampage through a desert canyon and small civilian village to assassinate a powerful figure that doesn't "agree with" their agenda. I had never noticed this before, but it goes so far to provide a strong first impression and differentiate the two factions
Actually, in retrospect, I think this is exactly one point where the game shows its age. Or rather its limits. For some reason, we (the players) are supposed to believe that putting down "insurrentionist forces" with tanks is "good" whereas "assassinating a disagreeable figure" is "evil". Apart from the labels (insurrection, assassination etc.), I can't see any ethical or moral difference between the two.

Which is a major gripe I have with a lot of military-themed games in general. They usually follow a "good vs. evil" plotline without motivating effectively in what way the "good" side is different from the "evil" one. It is just assumed that players will swallow this ideological evaluation as is. Or, if that fails, the old hat of "beautiful people = good, ugly people = bad" is applied. Seriously!

ss2man44 (12.09.2017):

Zitat:
Because after those two games, the industry degenerated into a pure imitation machine: for many years, nothing but "3d shooters" and "RTS" (two really annoying labels) would be produced. Killing all the genres I liked.

Ahhh, I getcha. It's a shame that the industry went the way it did, both because innovation is healthy and because it hurt your perception of some entertaining games.

Mr Creosote (16.09.2016):

Because after those two games, the industry degenerated into a pure imitation machine: for many years, nothing but "3d shooters" and "RTS" (two really annoying labels) would be produced. Killing all the genres I liked.

ss2man44 (15.09.2016):

Zitat:
This list was to include games which I considered responsible for the games market turning into utter crap.

Out of curiosity, why would you put DOOM and C&C on that list?

Mr Creosote (15.09.2016):

Fun fact: this game was a hot candidate (along with the also mentioned Doom) when I considered to introduce a list of "banned" games which should never appear on TGOD. This list was to include games which I considered responsible for the games market turning into utter crap.

Nowadays, I've become much more liberal ;)

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