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Orion Burger

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Sanctuary Woods / Eidos Interactive
1996
Genre:
Adventure
Thema:
Humor / Science Fiction / Apokalypse
Sprache:
English, Deutsch, Francais
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
1427

Wertung [?]

Mr Creosote:
3/6
Gesamt:
3/6
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Lokale Tests

Mr Creosote (23.09.2017) [verstecken]

Avatar Die galaktisch führende Burgerkette hat ein geradezu geniales Geschäftsmodell ersonnen. Anstatt die notwendigen Zutaten ihrer Speisen langwierig und teuer anzubauen, ernten sie sie einfach von existierenden Planeten. Ein Planet nach dem anderen wird tot und leblos hinterlassen, ganz so, als hätte Galactus gewütet. Nächster Erntekandidat ist eine gewisse „Erde“, dem vernehmen nach Heimat einer besonders proteinreichen Spezies namens „Menschen“. Da läuft einem der Schleim im Maul zusammen!

Ein Hindernis gilt es aber noch auszuräumen. Die intergalaktische Ethik erlaubt nur die Verarbeitung von Arten, die nicht als intelligent klassifiziert werden können. Hierzu existieren standardisierte Tests, zu denen ein zufällig gewählter Otto-Normalbürger kurzerhand auf das Raumschiff gebeamt wird. Die kommerziellen Interessen behalten natürlich Vorrang, also werden die Tests leicht zu Ungunsten des Probanden manipuliert. Das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt. Doch im letzten Schritt des Prozesses geschieht ein Missgeschick: Der Protagonist wird nicht mit gelöschtem Gedächtnis nach Hause geschickt, sondern eine Stunde in die Vergangenheit und mit voller Erinnerung. Was ihm die Chance gibt, sich auf die Tests vorzubereiten und sie eventuell diesmal zu bestehen, also die Trickser ihrerseits auszutricksen und die Menschheit retten.

Klingt ein wenig abgedreht? Die Entwickler von Sanctuary Woods orientieren sich bei der Gestaltung ihrer Welt an Looney-Tunes-Cartoons (passt) und mixen dies mit Point-&-Click-Adventure-Gameplay der Marke King's Quest III (passt nicht). Inwiefern? Die Stunde läuft in der Spielwelt natürlich irgendwann ab und unser Protagonist wird wieder von den Aliens geschnappt, um erneut getestet zu werden. Genauso, wie im genannten älteren Spiel dieser nervige Magier zufallsgesteuert immer wieder in den unpassendsten Momenten auftauchte und den Spieler zwang, zum x-ten Mal auf die gleiche Art und Weise zu entfliehen, die gleichen Dinge wieder zu tun usw.

Was also entsprechend auch in Orion Burger passiert, denn der Spieler befindet sich in einer Zeitschleife, durch die ein endgültiges Scheitern unmöglich wird. Schafft man die Tests nicht, kann man es eben nochmal versuchen, da die Zeitverirrung auch immer wieder deterministisch geschieht. Die dem Spiel innewohnende Mechanik etabliert sinnhaft eine letztlich harmlose Welt, in der man sich ohne Todes- oder Sackgassengefahr bewegen kann. Andererseits zwingt einen die gleiche Mechanik eben auch, bereits getätigte Aktionen mehrfach zu wiederholen (nur komplett „bestandene“ Tests werden automatisiert wieder durchgeführt).

Einige andere Eigenheiten des Spiels machen es einem nicht leicht, das so hinzunehmen. Beispielsweise können längliche Zwischensequenzen (inklusive der Tests selbst) nicht abgebrochen werden. Dialogen muss man lauschen; fehlende Untertitel hindern nicht nur hörbehinderte Spieler, sondern behindern auch schnelle Leser. Und um bei den Dialogen zu bleiben: Diese werden zwar durch Multiple-Choice-Listen abgehandelt, doch das erweist sich als nutzlos, denn meist muss man eh durch alls Zweige durch.

Ein paar unlogische Rätsel zwischen den prinzipiell eher simplen erhöhen die Anzahl der notwendigen Durchläufe weiter. In diesem Zusammenhang stößt es am unangenehmsten auf, dass die Zwischensequenz auf dem Alienschiff immer nur den jeweils nächsten Test überhaupt darstellt, nicht aber nicht darauf folgenden! Der Spieler wird also gezwungen, völlig linear nach Lösungen für das jeweils nächste anstehende Problem zu suchen, ohne schonmal links und recht nach Hinweisen für spätere zu schauen.

Die Bedienung, wie auch die Cartoongrafik mit ihren flüssigen Animationen, ist andererseits eine der Stärken des Spiels. Der Cursor reagiert auf Hotspots (die ihrerseits groß genug sind, sie nicht zu verfehlen) und die Icons sind intuitiv klar. Die räumlich klar beschränkte Spielwelt eignet sich gut zum Experimentieren innerhalb eines beschränkten Zeitrahmens.

Geht also der Humor klar (Geschmackssache), ist es gar nicht mal völlig übel. Gar nicht mal übermäßig toll allerdings ebensowenig. Orion Burger ist ein Fließbandprodukt, das seine ihm eigene Kernspielmechanik nicht einmal besonders unterhaltsam ausgestaltet. Die effektiv kurze Gesamtlänge schränkt die negativen Auswirkungen einiger zweifelhafter Designentscheidungen immerhin einigermaßen ein.

Technisches: Aufgrund eines speziellen Kopierschutzes läuft das Spiel nicht mit den Bordmitteln des Dosbox-Emulators. Man benötigt zusätzlich den verlinkten DOS32a-Extender. Diesen schiebt man nach der Installation in das Verzeichnis des Spiels und startet mit:

Code:
dos32a burger.exe -c

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