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Toonstruck

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Burst / Virgin Interactive
1996
Genre:
Adventure
Thema:
Humor / Cartoon & Comic / Sonstige Fantasy
Sprache:
English, Deutsch
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
2228

Wertung [?]

Mr Creosote:
4/6
Gesamt:
4/6
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Mr Creosote (03.02.2018) [verstecken]

Avatar Ende der 80er gab es ein kleines Filmchen namens Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Eventuell haben ein paar wenige Insider schonmal davon gehört. Die große Sensation bestand darin, nahtlos (so weit wie möglich) echte Schauspieler mit animierten Charakteren zu kombinieren. Zwar war der Film ein großer Erfolg, aber die an sich sonst übliche Flut von Imitationen blieb aus – wohl weil diese Integrationsarbeit einen riesigen Aufwand bedeutete (wenn man es denn überzeugend gestalten wollte). Cool World, ein künstlerischer und kommerzieller Flop, und das desaströse Space Jam folgten noch als einzelne Nachkömmlinge. Computerspiele flimmerten allerdings nur auf viel kleineren Bildschirmen, so dass die Ansprüche an visuelle Perfektion Mitte der 90er Jahre noch nicht ganz so hoch waren. Weshalb wir Toonstruck bekamen.

Christopher Lloyd (bekannt aus Zurück in die Zukunft und darüber hinaus ein erfahrener Veteran Roger Rabbits) tritt in der Rolle Mal Blocks auf. Dessen größter Erfolg, eine kitschige Show rund um ein Cartoonhäschen, hat ihn bis zur Blockade ausgebrannt. Mitten in der Nacht wandert er durch seine Wohnung und findet den Fernseher angestellt – und er wird hineingesogen. In der Zeichentrickwelt Cutopia angekommen bittet ihn direkt König Nick um Hilfe: Graf Widerlus verwandelt mit einer Strahlenkanone harmlose Einwohner in gefährliche Monster und vormals blühende Landschaften in Ödland.

Der erste Eindruck ist hervorragend: Die Animationen, insbesondere in den Zwischensequenzen, können mit den klassischen Cartoons, denen sie nachzueifern versuchen, durchaus mithalten. Lloyd ist in die Szenen ganz gut integriert. In Schlüsselszenen wirkt es überzeugend, wie er Objekte aufhebt oder verwendet. Die Vertonung unter anderem mit bekannten Synchronstimmen von John Goodman und Jack Nicholson, hält jeder Kritik stand (die Übersetzung selbst steht dagegen stellenweise auf wackligen Füßen – Stichwort: allzu wörtliche Übersetzung). Die Bedienung, die der Ein-Klick-für-Alles-Philosophie folgt und diese auf klar erkennbare und ausreichend große Hotspots anwendet, funktioniert intuitiv. Thematisch gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Die Charaktere sind angemessen schräg, wie beispielsweise die Vogelscheuche oder der schleimig-aggressive böse Wolf. Visueller Slapstick ist an der Tagesordnung. Die Rätsel folgen ebenfalls häufig Cartoonlogik, was in vielen anderen Spielen zum Problem werden könnte, aber in diesem Fall sehr natürlich rüberkommt.

Trotz all dieser Qualitäten sind die ungemein positiven Besprechungen bei Veröffentlichung und auch die große Gefolgschaft, die das Spiel über die Jahre angezogen hat, nicht ganz nachvollziehbar.

Die Hauptschwäche liegt im Tempo. Klassische Cartoons sind nicht für lange Dialoge bekannt. Toonstruck ist andererseits sehr verquatscht. So professionell die Stimmen sein mögen, so friert jede minutenlange Unterhaltung zwischen den Personen die Welt jedesmal ein. Diese Welt, die immer in Bewegung sein sollte. Apropos Bewegung: Mehr Hintergrundanimationen – selbst wenn vielleicht nicht immer „relevant“ – hätte schon drin sein können.

Dadurch zieht sich das Spiel recht lang. Heutzutage heißt es, es sei durch Kürzungen nur die Hälfte des ursprünglichen Plans übrig geblieben. Und trotzdem zerrt es hart an der Grenze des Akzeptablen – je nach Geduld des Spielers. Der Sidekick des Protagonisten, den er als seine Lieblingserfindung bezeichnet, geht einem mit seinen pseudosarkastischen Sprüchen schnell auf die Nerven. Natürlich ist es spannend, Orte nochmals zu besuchen, die man am Anfang in voller Blüte zu Gesicht bekommen hat, nachdem sie von dem Bösewicht verändert wurden. Doch ehrlich gesagt ist dies einer der wenigen Langzeigmotivationsfaktoren.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Toonstruck ist natürlich eines der besseren Adventures der zweiten Hälfte des Jahrzehnts, in dem das Genre unter dem Berg seiner eigenen Mittelmäßigkeit begraben wurde. Technisch ist es so nah wie zu der Zeit möglich daran, ein interaktiver Cartoon zu sein. Würde nur ein bisschen mehr passieren, würde es sich nur mehr vorwärts bewegen – dann wäre es auch einer.

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