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Erben der Erde – Die große Suche

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Weitere Titel:
Inherit the Earth – Quest for the Orb
Dreamer's Guild / New World Computing / Softgold
1995
Genre:
Adventure
Thema:
Science Fiction / Sonstige Fantasy
Sprache:
Deutsch
Lizenz:
Kommerziell
System:
Amiga (AGA)
Aufrufe:
3292

Wertung [?]

Mr Creosote:
2/6
Gesamt:
2/6
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Mr Creosote (05.05.2018) [verstecken]

Avatar Fabeln wirken irgendwie immer automatisch altmodisch und moralinsauer. Eventuell also nicht das beste Genre für ein Computerspiel moderner Zeiten. Doch es gibt ja für alles irgendwo eine Zielgruppe. Versuchen wir mal, generelle Vorliebe für oder Abneigung gegen sprechende Tiere auf zwei Beinen zum Zweck möglichst objektiver Rezension außen vor zu lassen.

Das Spiel beginnt in einer postapokalyptischen Welt. Die Menschheit ist vom Erdboden verschwunden und stattdessen bevölkern jene sprechenden und aufrecht gehenden Tiere, deren Gesellschaft sich in etwa mit einer Kitschversion des menschlichen Mittelalters vergleichen lässt, das Land. Diese Tiere, die wahrscheinlich nicht nur von den Menschen „unterrichtet“, sondern auch irgendwie geschaffen wurden, verehren ihre Schöpfer immer noch gottgleich, auch wenn die Erinnerung an sie nur noch in Legenden weiterlebt. Wobei all diese große Mythologie erstmal zu Gunsten eines kleinen Kriminalfalls in den Hintergrund tritt: Auf einem Jahrmarkt kommt eine „magische“ Kugel (ein Artefakt der Menschen) abhanden. Ein Fuchs soll dafür verantwortlich sein, so dass Rif, der einzige solche in der Nähe, unter dringenden Verdacht gerät. Immerhin bekommt er die Chance, seine Unschuld selbst zu beweisen, wobei seine Nachforschungen von dem Elch Eeah und dem Wildschwein Okk überwacht werden (nicht, dass der Verdächtige sich einfach davonmacht…).

Thematisch werden einem also erstmal die üblichen Rassismusfragen um die Ohren gehauen (Tierarten trauen sich untereinander nicht…), ohne ihnen irgendetwas Interessantes abzugewinnen. In Genretradition basieren Charakterisierungen ausschließlich auf Spezieszugehörigkeit (die Wildschweine sind primitive Brutalos, die Elche gebildet, aber auch überheblich usw.), so dass die Protagonisten wie auch jeder, den man trifft, uninteressant bleiben. Immerhin etwas spannender wird es, sobald der Spieler die Überreste der früheren menschlichen Zivilisation erreicht. Dort werden implizite Andeutungen über das Schicksal der Menschheit gemacht, die somit einigermaßen subtil bleiben. Eine ungewöhnliche Wendung in dieser Spielphase ist es, dass der (angenommen menschliche) Spieler vor dem Bildschirm die Zeichen und Artefakte viel besser zu lesen weiß, als die Protagonisten im Spiel. Der Wissensvorsprung über die Spielwelt ist also gegenüber der üblichen Situation umgedreht.

Nur muss man da erstmal hinkommen. Der Diebstahl der Kugel ist anfangs kein schlechter Aufhänger und die Untersuchungen beinhalten gewisse klassische Aktivitäten des Kriminalgenres. Jedoch beschränken sich die meisten Rätsel leider auch stupide Fetch Quests. Was nicht gerade durch die endlosen und unnötig komplizierten Fußwege, die man hin und her immer wieder zurücklegen muss, besser wird. Inklusive labyrinthartiger Abschnitte „selbstverständlich“. Die isometrische Perspektive (absurd kombiniert mit platten Charaktersprites in Seitenansicht) verschlimmert es sogar noch weiter, da die Übersicht damit endgültig flöten geht.

Entsprechend der schwachen Charaktere besteht wenig Hoffnung auf unterhaltsame Dialoge und die diesbezüglichen Erwartungen werden sogar noch unterboten. Etwa die Hälfte findet in dem clichéhaften todernsten Ton und der gestelzten Ausdrucksweise statt, die heutzutage im Trivial-Fantasygenre üblich ist. Der Rest, und das obwohl laut Intro den Tieren explizit das „Geheimnis der Fröhlichkeit“ nicht zugänglich ist, besteht dann leider aus platten Kalauern. Eine sinnlose, völlig aus dem Kontext gerissene Anspielung auf Monty Python gleich zu Anfang ist da noch der relative Höhepunkt – im weiteren Verlauf muss sich der Spieler leider mit immer schlimmeren Sprüchen abgeben, und das in einem Plot, der sich selbst ansonsten todernst nimmt. Eine seltsame Mischung.

Mal abgesehen von dem soliden Konzept, das Schicksal der verschwundenen Menschheit indirekt zu erzählen (was allerdings ohne wirkliche Auflösung bleibt), hat Erben der Erde leider nur wenig zu bieten. Das Spieldesign ist in seinen besten Momenten maximal akzeptabel und driftet leider immer wieder ins Nervige ab. Weder der vordergründige Plot, noch die darin enthaltenen Charaktere retten irgendetwas. Unerklärliche und unvermittelte Sprünge der Tonalität machen jegliche Immersion unmöglich. Wenn sprechende Tiere in Klamotten allein kein persönlicher Grund sind, sich dieses Spiel anzutun, sollte man es lieber lassen.

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