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Fallout

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Interplay
1997
Genre:
Rollenspiel
Thema:
Apokalypse / Kämpfen / Science Fiction
Sprache:
English, Deutsch
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC
Aufrufe:
22658

Wertung [?]

T-Pow:
5/6
Gesamt:
5/6
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T-Pow (03.11.2018) [verstecken]

Avatar Ich hatte mal wieder Lust auf ein richtig gutes Rollenspiel aber es sollte abseits des üblichen Fantasy-Klischees sein. Also keine Orks, Elfen, Zwerge und was sonst noch so üblich ist. Es sollte etwas Düsteres mit viel Tiefgang sein und nach Möglichkeit auch kein zu utopisches Szenario. Nachdem ich also meine recht umfangreiche Auswahl an Rollenspielen auf ungefähr fünf Kandidaten reduziert hatte, fiel meine Wahl auf Fallout – ein postapokalyptisches Rollenspiel.

Die Vorgeschichte ist recht schnell erzählt. In Fallout, ist Amerika kulturell und technisch mehr oder weniger in den 50er Jahren stehengeblieben. Autos haben zwar einen Nuklearantrieb, sehen aber immer noch aus, wie in den 50er Jahren. Auch in den Computern steckt noch immer die gute alte Röhrentechnik und das im Jahr 2077! Im Rausch nach immer mehr Rohstoffen verfeinden sich die USA, Russland und China immer mehr, bis sie sich de facto im dritten Weltkrieg befinden. Alle Großmächte feuern ihre nuklearen Waffen aufeinander ab und das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt. Blühende Landschaften verwandeln sich in Wüsten. Fauna und Flora erleben immer wildere Mutationen und die wenigen Menschen, die die Katastrophe überstanden haben, kämpfen jeden Tag auf neue ums nackte Überleben.

Der Spieler hingegen führte bisher ein recht komfortables Leben in einem der wenigen Schutzbunker, in denen sich Privilegierte einen Platz erkaufen konnten. Doch damit ist jetzt Schluss. Im Jahre 2161, also 84 Jahre nach dem dritten Weltkrieg, fällt der Kontrollchip der Wasserversorgung aus. Ein neuer muss dringend her, denn die Tanks des Bunkers haben nur Wasser für 150 Tage vorrätig.

Wem diese noble Aufgabe zufällt, brauche ich wohl nicht weiter zu erklären. Dass man dann aber einfach vor die erstaunlich dicke Bunkertüre gesetzt wird, nur mit den Hinweis, wo sich der nächste Bunker befindet, und diese anschließend wieder verschlossen wird, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber zum Glück liegt da ja ein ebenfalls recht glückloser Wanderer direkt vor dem Eingang und überlässt mir seine Pistole und sein Messer. Dann mal los!

Von nun an hat der Spieler die absolute Handlungsfreiheit. Geht man direkt wie vorgeschlagen zum Bunker Nr. 15 oder macht man doch einen Abstecher in das auf dem Weg liegenden Shady Sands? Oder vielleicht doch in eine ganz andere Richtung? Vielleicht raste ich auch erst mal einen Tag und warte, ob sich die Bunkertüre wieder öffnen lässt? Alles ist möglich. Aber nicht alles ergibt Sinn. Spätestens wenn man mit seiner kleinen Pistole vor einem riesigen Supermutanten mit Gatling Laser steht, weiß man, dass es nicht die beste Entscheidung war, diesen Weg zu wählen. Oder vielleicht doch? Schließlich muss man nicht zwangsweise mit jedem Gegner kämpfen. Mit den richtigen Attributen und Skills lässt sich so mancher Konflikt auch ohne Gewalt lösen.

Keines der sieben Attribute (Stärke, Wahrnehmung, Ausdauer, Charisma, Intelligenz, Beweglichkeit und Glück) ist unnütz. Es liegt am Spieler, ob er nun den kräftigen Nahkämpfer oder den intelligenten Diplomaten bevorzugt. Auch die 16 Fähigkeiten sind allesamt gut durchdacht. Das Repertoire reicht von klassischen Fähigkeiten wie Schlösserknacken oder Schleichen bis hin zu „geübter Redner“ was einem zusätzliche Dialogoptionen beschert. Zusätzlich zu diesen Fähigkeiten kann man zu Beginn des Spieles noch aus 16 verschiedenen Zusatzmerkmalen zwei auswählen. Dies ist jedoch optional, da diese immer einen positiven Effekt und einen Malus mit sich bringen. Ein Beispiel. Man wählt das Zusatzmerkmal „Schneller Stoffwechsel“ und bekommt dafür eine erhöhte Heilungsrate bei körperlichem Schaden, nimmt dafür aber einen Startwert für Strahlungs- und Giftresistenz von 0% in Kauf. Und wem das alles noch nicht genug ist, der hat bei jedem dritten Levelaufstieg noch die Möglichkeit eines von 53 sogenannten Perks auszuwählen. Ein Perk ist ein weiteres Bonusattribut. Die Auswahl reicht von simplen Boni bei verschiedenen Waffengattungen bis hin zu „Blumenkind“, das dafür sorgt, dass der Spieler nicht so schnell abhängig nach Medikamenten und Drogen wird.

Das hört sich jetzt vielleicht alles sehr kompliziert an. Ist es aber gar nicht. Die meisten Perks brauchen bestimmte Grundwerte in den Attributen und man bekommt somit nie die gesamten 53 zur Auswahl vorgesetzt. Auch das Aufsteigen an sich geht ganz gut von der Hand, da man nur die 16 Grundfähigkeiten steigern kann. Die Attribute hingegen stehen für das gesamte Spiel fest. Nur an wenigen Stellen im Verlauf der Handlung lassen sich diese Werte verändern. Man sollte sich also bei Spielbeginn schon ein wenig Gedanken darüber machen, was für eine Art Charakter man spielen möchte.

Der Grafikstil von Fallout ist überraschend abwechslungsreich und das, obwohl ja eigentlich alles zerstört ist. Überall stehen kaputte Autos und Computerkonsolen herum. Das Wissen um die Wartung ist schon lange in Vergessenheit geraten und nur ein paar wenige Menschen sind überhaupt noch in der Lage, Dinge zu reparieren, geschweige denn, etwas Neues zu erschaffen. Die Welt ist nach dem dritten Weltkrieg buchstäblich in die Steinzeit zurückkatapultiert worden. Händler ziehen in Karawanen umher und betreiben Tauschhandel. Die anerkannte Währung sind Kronkorken und eine Art mutierte Ochsen zieht die einstmaligen Hightechfahrzeuge durch die Gegend. Alles ist ziemlich kaputt und an jeder Ecke gibt es verfeindete Banden und Mutanten. Alles sehr stimmig und es gibt viel Platz für Abenteuer.

Das bringt mich einem der wenigen Kritikpunkte, die ich entdecken konnte. Das Questlog ist eine Katastrophe! Es werden zwar alle Quest nach Schauplätzen sortiert aber das war's dann auch schon. Mehr als eine kurze Beschreibung der Aufgabe gibt es hier nicht. Es empfiehlt sich also, Notizen zu machen, für wen man welche Quest erledigt und wo man die entsprechenden Leute später wiederfindet. Auch die Automap-Funktion des Spieles ist eher eine schlechte Hilfe man sollte sich schon merken, wer wo ist, sonst hat man leicht das Problem, seinen Auftraggeber erst mal lange zu suchen.

Ein weiteres Manko sind die Partymitglieder, die man im Verlauf des Abenteuers findet. Anfangs sind sie noch recht nützlich, da man selber noch nicht in der Lage ist, stärkere oder Gruppen von Gegnern alleine zu bezwingen. Da verzeiht man auch schon mal leicht, dass einem der Teamkollege gerade mit einer Uzi in den Rücken geschossen hat, weil er den Gegner verfehlt. Er hat einem ja auch schon oft genug geholfen. Später verkommen die liebgewonnenen Helfer aber zu einem mobilen Inventar. Man kann ihre Ausrüstung nicht selber bestimmen, sie steigen nicht im Level auf und sind nicht vom Spieler steuerbar. Alles dicke Minuspunkte. Viel zu erzählen haben sie auch nicht und waren somit dazu verdammt, mein überschüssiges Inventar durch die Gegend zu schleppen. Vor einem größeren Kampf werden sie irgendwo mit einer Dialogzeile geparkt, damit sie nicht gleich beim ersten Treffer zu Boden gehen, um dann später wieder abgeholt zu werden. Da hätte ich mehr erwartet.

Womit wir bei dem Kampfsystem von Fallout angekommen währen. Die Kämpfe finden im Gegensatz zum restlichen Spiel in Rundenform statt. Jede Figur hat eine bestimmte Zahl an Bewegungspunkten und jede Aktion kostet eine bestimmte Anzahl Punkte. Außerdem gibt es Dutzende verschiedene Waffen in allen Gattungen. Von Nahkampf- über kleine Projektilwaffen bis hin zu schweren Waffen wie Raketenwerfern. Alles natürlich mit unterschiedlichen Arten von Munition, versteht sich. Auch diverse Rüstungen und Gadgets wie der mobile Stealth Generator fehlen nicht im umfangreichen Sortiment. Die eigenen Fähigkeiten spielen im Kampf natürlich auch eine große Rolle. Anfangs hat man Mühe, überhaupt irgend etwas zu treffen, das weiter als einen Steinwurf entfernt ist. Wenn man sich allerdings auf ein oder zwei Waffengattungen spezialisiert, ist man im späteren Spielverlauf in der Lage, das Auge einer Ratte auf 50m Entfernung zu treffen. Und das meine ich buchstäblich! Der Spieler kann nämlich einen erschwerten Angriff auf verschiedene Körperregionen seines aktuellen Gegners starten und somit kritische Treffer auslösen. Wer dieses Feature nutzen möchte, sollte allerdings bei der Charaktererstellung darauf achten, dass er unter keinen Umständen die Zusatzfähigkeit „Schnellschütze“ wählt. Denn dann steht dem Spieler dieser Zielmodus nicht zur Verfügung.

Von der technischen Seite her machte Fallout bei mir nur sehr wenige Probleme. Ich habe es trotz Windows-95-Unterstützung in der Dosbox gespielt, eine Installation unter Windows ist mit aktiviertem Kompatibilitätsmodus aber kein Problem. Ein paar wenige Abstürze gab es dennoch. Da man aber sowieso oft und auf mehreren Slots speichern sollte, da man schon mal leicht in die Versuchung kommt, eine gerade getroffene Entscheidung rückgängig zu machen, stellt das eher kein Problem dar.

Mein Fazit:

Fallout ist eines der atmosphärisch dichtesten Rollenspiele, die ich jemals gespielt habe. Obwohl es Schwächen bei den Begleitern und im Komfort hat, macht es unglaublich viel Spaß. Haufenweise Quests und Ausrüstung, markante Schauplätze und eine düstere Zukunftsvision, in der der Spieler vor die Wahl gestellt wird, ob er lieber gut oder böse sein möchte, oder vielleicht doch etwas dazwischen. Jede größere Entscheidung, die man trifft, hat Auswirkungen auf die gesamte Spielwelt. Das Spiel generiert aus den Entscheidungen, die man im Verlauf getroffen hat, einen personalisierten Abspann, der je nach Spielweise anders ausfällt (meinen gibt es als Video. Aber Achtung: Spoiler!). Ein hoher Wiederspielfaktor ist somit garantiert.

In Fallout ist für jeden etwas dabei. Rollenspieler freuen sich über das ungewöhnliche Szenario, das hervorragende Charaktersystem und die große Entscheidungsfreiheit. Rundenstrategen bekommen hier schon ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad recht knackige Kämpfe präsentiert. Wer wie ich beide Genres mag, kommt an diesem Titel einfach nicht vorbei.

Spieleserien

  1. Fallout
  2. Fallout 2 (PC / Windows)

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Videos

Intro

Military Base Fight

My Ending

Quotes

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