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Shattered Pixel Dungeon

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Evan Debenham
2014
Genre:
Rollenspiel
Thema:
Kämpfen / Schwerter & Magie
Sprache:
English, Deutsch
Lizenz:
Freeware
System:
Android
Aufrufe:
4064

Wertung [?]

Mr Creosote:
4/6
Gesamt:
4/6
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Mr Creosote (02.02.2019) [verstecken]

Avatar Ab in den Dungeon! Braucht wirklich irgendjemand dafür eine Motivation, die über den intrinsischen Spaß an der Sache hinaus geht? Aber Geduld, erst eine kleine Geschichtsstunde.

Es gab in der Vergangenheit tatsächlich mal eine Mobilversion von Brogue. Ein Spiel, das ursprünglich für Breitbildschirme und die Benutzung einer physischen Tastatur ausgelegt war, auf ein hochformatiges, kleines Gerät mit nur einem Touchscreen zu bringen, ist eine praktisch unlösbare Aufgabe. Die Komplikationen der Bedienung sind da nur die Spitze des Eisbergs.

Shattered Pixel Dungeon, ein Ableger des früheren Pixel Dungeon, geht insofern einen anderen Weg, dass es sich um eine originäre Entwicklung für Mobilgeräte handelt, aber aus Brogue einen Großteil der zugrundeliegenden Designphilosophie entleiht. Es handelt sich also sozusagen um ein Geschwister im Geiste, anstatt den sinnlosen Versuch zu unternehmen, alle Details des anderen beliebten Spiels zu übernehmen.

Sofort fällt dem Spieler die stylishe Pixelgrafik mit ihren einigermaßen simplen, aber effektiven Animationen ins Auge. Sie verleiht dem Spiel sofort einen großen Wiedererkennungswert. Abgesehen von der Ästhetik gelingt es der Grafik jedoch auch, dem Spieler essentielle Informationen auf den ersten Blick zu vermitteln. Umgebung und Hindernisse sind ohnehin sichtbar, aber auch die Lebensenergiebalken tun ihren Dienst, unterscheidbare Animationen zeigen, ob ein Monster schläft, kleine Icons zeigen Statusänderungen (bspw., wenn der Spieler bemerkt wird)…

Die Handhabung, typischerweise eine komplexe Sache in Roguelikes, ist so einfach wie nur denkbar. Eine Berührung und schon bewegt sich die Spielfigur in diese Richtung, zuverlässig auf dem berechnet kürzesten Weg. Tippt man auf einen Gegner, greift man diesen an. Gleiche Aktion auf ein Objekt öffnet ein Kontextmenü mit Verwendungsoptionen. Die Knöpfe sind jeweils ausreichend groß und gleiches gilt für die Felder des virtuellen Spielbretts. Ein Faktor von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit in einem Genre, in dem Erfolg oder Misserfolg oft mit exakter Bewegung steht oder fällt.

Angesichts dessen ist es interessant, dass Shattered Pixel Dungeon nicht etwa den Anspruch oder Schwierigkeitsgrad herunterschraubt. Im Gegenteil. Konzentration ist zu jeder Spielsekunde gefragt. Jeder Schritt zählt, jede Entscheidung will genau durchdacht sein. Der Tod lauert überall.

Was trotzdem kein Problem ist, selbst auf einer Plattform, die meist für kurze Spielsessions in der Öffentlichkeit – beispielsweise in überfüllten Zügen – benutzt wird. Erstens kommt dem Spiel sein rundenbasiertes Fundament zu Gute. Kurze Ablenkungen können nicht direkt tödlich enden. Solange der Spieler keinen Zug vollführt, steht die Welt still. Zweitens sind die Levels recht klein, so dass eine kurze Verweildauer im Spiel am Stück sich recht organisch an den Spielfortschritt anpasst. Drittens ist selbst das gesamte Spiel nicht riesig. 25 Levels erwarten einen, aufgeteilt in fünf verschiedene „Regionen“ (also Grafiksets), so dass selbst ein erfolgreiches Durchspielen niemals länger als eine Stunde dauern sollte.

Die Ausrüstung ist eine weitere Stärke des Spiels. Auf Basis der aus Brogue entliehenen Kernmechanik, die Benutzbarkeit von Objekten durch den Stärkewert des Spielercharakters einzuschränken, haben viele Ausrüstungsgegenstände Vor- und Nachteile. Jene können offensichtlich sein, wie der hohe Schutzwert einer Rüstung oder ein Fluch, der auf ihr liegt, aber auch subtiler ausfallen. Waffentypen haben unterschiedliche Spezialfähigkeiten. Magische Schriftrollen können einem gezielt aus der Patsche helfen, müssen aber erstmal identifiziert werden – ebenso mit magischen Tränken. Zauberstäbe können als Fernkampfwaffen oder zu anderen Zwecken eingesetzt werden und gewinnen mit der Zeit automatisch ihre Ladung zurück. Sämtliche Gegenstände können darüber hinaus verzaubert werden, um ihre Effekte zu verstärken.

Nimmt man all diese Spielmechaniken zusammen, wird vorsichtiges, aber zielgerichtetes Spielen belohnt. Es zahlt sich aus, seinen Charakter zu spezialisieren, anstatt in allen möglichen Richtungen zu wildern. Genau so sollte es in einem solchen Spiel sein.

Klar, nicht alles ist perfekt. Die Spieltiefe kann mit den besten Genrevertretern auf dem Desktop natürlich nicht ganz mithalten. Eine Überblickskarte, auf der man erahnen könnte, in welcher Richtung man noch weiter erforschen könnte, vermisst man immer wieder. Das Hungergefühl des Charakters, das einen zu schnellem Spiel motivieren soll, ist eventuell etwas zu restriktiv geraten, so dass so mancher vielversprechende Held auf wirklich blöde Art und Weise verendet. Zuguterletzt ist auch das sozusagen integrierte Tutorial, in der Form von Buchseiten, die man im Spielverlauf findet und die einem relevantes spieltechnisches Wissen vermitteln sollen, ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist dies einem monolithischen, eigens anwählbaren Tutorial sicher vorzuziehen. Andererseits unterbrechen die Seiten immer wieder den Spielfluss und wirklich organisch ist die Wissensvermittlung per Text auch nicht.

Doch das sind alles Kleinigkeiten. Zu Shattered Pixel Dungeon kehrt man immer und immer wieder zurück, weil darin immer etwas passiert. Die Welt ist immer in Bewegung und treibt den Spieler voran. Tote Zeit, beispielsweise in Form des verhassten Grindings, kommt einfach nicht vor. 100% der Spielzeit macht direkt Spaß. Wenn man das über ein Spiel sagen kann, verdient es direkt einen Ehrenpreis.

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Verweise

Kommentare (3) [verstecken] [Kommentar schreiben]

Mr Creosote (24.02.2019):

Meaningless repetition of the same tasks over a long period of time. Japanese RPGs are notorious for that: in order to level up, or reach certain skill levels, you spend hours killing wild forest animals, such as rats or snakes, even though there is virtually no challenge to it.

The game I reviewed some time before, Andor's Trail, was the polar opposite of this game in this respect.

LostInSpace (24.02.2019):

Sorry for my incompetence. But what ist 'grinding'?

Herr M. (16.02.2019):

Ha! This one (or one of the may derivations?) is one of the games I heard so much about, one of those games I kind of like, yet never played myself. My sister had been playing it hours on end and was quite hooked on it. ;) Sounded like a lot of fun (all the looting and levelling, collecting dew drops of all things in a dungeon) as well as a lot of frustration (yet another curse or ghost, repeatedly dying on level 5 of 25). One day she finally reached the final boss and was so incredibly proud that she even gave me a call. Felt almost like the good old times when we used to game away. :) Or like those times back in school when someone told you about this incredibly cool game… yet it simply would not run on your system.
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