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Abenteuer Europa

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SPD
1994
Genre:
Adventure
Thema:
Werbespiel / Politik
Sprache:
Deutsch
Lizenz:
Freeware
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
58428

Wertung [?]

Mr Creosote:
2/6
Gesamt:
2/6
Allgemeine Abstimmung:
1.5/6
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Mr Creosote (17.06.2003) [verstecken]

Avatar Bevor ihm ganz offiziell verboten wurde, sich je wieder in der Öffentlichkeit zu zeigen, und er somit verdammt ist, für den Rest seines Lebens grinsend im Pool zu sitzen, oder Flugversuche auf Wiesen anzustellen, war Rudi Scharping sogar mal Chef der mitgliederreichsten und ältesten politischen Partei Deutschlands: der SPD. 1994 setzte er in dieser Funktion nicht nur die Bundestagswahl in den Sand, obwohl seine Partei nur wenige Wochen vorher noch scheinbar uneinholbar in den Umfragen vorne gelegen hatte, und bescherte uns somit vier weitere Jahre unter dem König der schwarzen Kassen, sondern die Europawahl ein paar Monate vorher ging sogar noch verheerender aus. Trotz (oder wegen?) dieses Spiels.

Fred Beck, Reporter bei einer streng nicht-hierarchischen und anti-kapitalistischen Tageszeitung, stolpert einmal quer durch Europa, vorgeblich auf der Suche nach einer Story über Drogenhandel und illegale Müllentsorgung. Oder sowas Ähnliches.
Eigentlich bleibt die „Story“ die ganze Zeit ungeklärt. Sie dient nur der schwächlichen Verbindung zwischen Szenen, die offensichtlich nichts miteinander zu tun haben, und nur dazu dienen, jedes (damalige) Mitgliedsland der EU einmal zu erwähnen. Es fängt alles mit der Suche nach einem Drogenbaron an, die einen auf eine Müllkippe führt, dann wird ein bisschen Schrott im Meer entsorgt und am Schluss überführt man endlich den „Oberbösen“ als Drogenhändler. Aha.
Dazwischen bereist man besagte Länder. Es fängt in Deutschland an, und da hat das Spiel auch noch ein bisschen was mit dem Adenture-Genre zu tun. Zwar gibt es keine Rätsel (im gesamten Verlauf des Spiels konnte immerhin eines aufgespürt werden später), sondern man muss immer nur jeden Bildschirm Pixel für Pixel absuchen (die erste Aufgabe der Spielers ist es, aus der Skyline Frankfurts Freds Arbeitsplatz herauszusuchen - toll), aber zumindest verbringt man noch ein wenig Zeit an den Schauplätzen. Später muss man immer nur noch genau eine Sache überall tun: nach Portugal reisen, um mit einer Person sekundenlang zu sprechen, sich Drogenabhängige in Amsterdam angucken, Spanien besuchen, um dort ein Objekt aufzuheben, das jemand dort gerade zufällig fallengelassen hat, nach Dänemark gehen, um zu sehen, wie überglücklich dort doch alle Menschen sind und so weiter. Primitiver geht's nicht!

Politische Propaganda tritt in zwei Formen auf: Primitive und völlig überzogene pseudo-kritische Holzhammerkommentare des Protagonisten, die den tatsächlichen Ansichten und der Politik der SPD in keinster Weise entsprechen (besonders lächerlich aus heutiger Sicht, da die SPD noch mehr nach rechts gerückt ist seitdem, aber damals natürlich auch schon) und „Werbepausen“. Von Zeit zu Zeit macht sich Fred Notizen auf seinem Notebook, und diese haben nie das geringste mit seiner Arbeit oder seinem Fortschritt im Spiel zu tun, sondern sind immer verkürzte Teile des SPD-Programms. Zusätzlich taucht auch noch Rudi selbst, der schon immer als Zugpferd bei Jungwählern galt, auf - nämlich in der Verbrecherkartei der europäischen Polizeibehörde. Geniale Idee!

Die Grafik ist ok, solange sie statisch bleibt. Sobald sich die Charaktere bewegen, bemerkt man aber die extreme Größenveränderung beim Laufen in Richtung „Hintergrund“ oder „Kamera“. Den alten „Daumenmesstrick“ für perspektivisches Zeichnen aus der Grundschule kannten die Programmierer wohl nicht.

Abenteuer Europa ist selbst für ein Werbespiel unterdurchschnittliche. Dass man solche auch ohne Gehirn spielen kann, ist nichts neues, aber trotzdem ist das Spiel in der Beziehung noch auffällig. Die Werbung ist einfach nur lächerlich, tiefer kann man nicht sinken. Zusammengefasst: Dieses Spiel ist so cool wie Rudolf Scharping.

Wer das Spiel bis zu Ende durchhält, kann eine Reise in eine europäische Hauptstadt gewinnen. Man muss nur das „geheime Lösungswort“ an die SPD schicken, und schon ist man in der Verlosung (als einziger Teilnehmer). Um allen Besuchern den Aufwand zu ersparen: Die Lösung lautet „Sicherheit Europaweit SPD“. Jetzt schnell noch die Zeitmaschine anwerfen, damit die Postkarte auch noch vor Einsendeschluss 1994 ankommt...

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