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Daughter of Serpents

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Millenium
1992
Genre:
Adventure
Thema:
Mythen und Sagen / Horror / Apokalypse
Sprache:
English
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
24458

Wertung [?]

Mr Creosote:
2/6
Gesamt:
2/6
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Mr Creosote (26.02.2005) [verstecken]

Avatar Ägypten, 1920. Ein mysteriöses Artefakt vom Schwarzmarkt. Darin: Eine Schriftrolle mit einer mysteriösen Prophezeiung. Die perfekten Voraussetzungen für einen Nachfolger des überaus gelungenen Hound of Shadow? Ja. Ein würdiger Nachfolger? Nein.

Dabei fing alles so vielversprechend an: Der Charaktergenerator ist immer noch da. Sogar in verfeinerter Form, mit beruflichen und sonstigen Fähigkeiten getrennt. Die Story - oder genauer die Perspektive der Story - ändert sich etwas mit dem Beruf und den Fertigkeiten des Charakters. Zu wenige und geringe Änderungen, aber ein netter Versuch. Dann der erste Schlag: Charaktere aus Hound zu importieren, ist nicht möglich. Schade...

Der Hauptteil des Spiels beginnt mit einem gut gezeichneten, aber sehr kryptische Intro. Irgendein Typ verlässt ein Schiff, und wird von einem Echsenmann erstochen. Seltsam. Der eigene Charakter tritt in Kontakt mit [Person abhängig vom Charakter], und alles führt zum erwähnten Artefakt und der Prophezeiung, die dann von einem Professor im Museum übersetzt wird. Etwas Unvorstellbares geschieht, und plötzlich muss sich der Spieler mit einem uralten Kult rumschlagen, der seinen Göttern wieder Zugang zur Erde verschaffen will.

Genau die Art von Story, die mir liegt. Die sehr guten Grafiken, die in passend gedeckten Farbtönen gehalten ist, bringen die Stimmung gut rüber. Erstaunlich! Bis... der „Spieler“ bemerkt, dass er oder sie das Spiel nicht spielt. Es reit sich nur Unterhaltung an Unterhaltung. Das einzige bisschen „Interaktivität“ ist, manchmal durch das Klicken auf erwähnte Worte nach weiteren Informationen zu fragen.

Ob man dies tut, spielt aber keine Rolle. Außer Hintergrundkrams, der die Story vorantreibt, gibt es in jedem Gespräch eigentlich immer nur eine einzige wichtige Information: Was als Nächstes zu „tun“ ist. Das heißt, wo als Nächstes hinzugehen ist. Um dort mit jemandem Neuen zu reden. Oder auch wieder mit einer der bekannten Personen. Da einen niemals jemand zu betrügen versucht, kann man sich also immer einfach den „Vorschlägen“ nach treiben lassen - und schon ist das Spiel zu Ende.

Das ist es im Prinzip. Ein paar Details sollten der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Es gibt ein paar wenige Gegenstände, die man mitnehmen kann. Ungefähr fünf im gesamten Spielverlauf. Man muss sie aber niemals wirklich einsetzen; sie zu haben reicht. Das ist auch gut so, denn die Handhabung von Gegenständen im „Inventar“ ist so kompliziert und fehleranfällig, dass das Spiel ohne derartige Herausforderungen an die Mausakrobatik besser dran ist.

Dazu kommt die fast schon peinliche Kürze des Spiels. Eine Stunde (die Hälfte reicht, wenn man die Texte nur kurz überfliegt), und alles ist geschafft - ohne bei der Schätzung einen erfahrenen Spieler vorauszusetzen. Wer sich dieses spiellose Spiel ausgedacht hat, gehört bestraft! Für Lovecraft-Anhänger und Fans von klassischem Horror ist es trotz allem ein netter Zeitvertreib - wenn man es als das nimmt, was es ist: eine nicht interaktive Story. Sehr, sehr schade!

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