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Ökolopoly

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Weitere Titel:
Ecopolicy, Ecolopoli
Frederic Vester
1989
Genre:
Strategie
Thema:
Politik / Lernspiel / Brettspiel /
Umsetzung eines anderen Mediums
Sprache:
Deutsch
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
49550

Wertung [?]

Mr Creosote:
2/6
Gesamt:
2/6
Allgemeine Abstimmung:
4/6
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Lokale Tests

Mr Creosote (05.06.2006) [verstecken]

Avatar Jedesmal, wenn ich an diese Spiel denke, überkommt mich ein innerer Drang zu kichern. Dieser Rückfall in kindliche Verhaltensweisen hat durchaus seinen Grund. Als das Spiel neu war, war ich im entsprechenden Alter. Ein Klassenkamerad in der Schule redete dauernd von dem Spiel, und offensichtlich war er sehr begeistert und stolz darauf. Später stellte sich der einfache Grund für seinen Enthusiasmus heraus: Sein Vater hatte ihm generell verboten, Computerspiele zu spielen, aber für dieses Spiel hatte er eine Ausnahme gemacht - Ökolopoly war also das einzige Spiel, das er spielen durfte, und deshalb musste er so tun, als wäre es cool. Und jetzt, da ich sie schriftlich festgehalten habe, werde ich diese wahre Anekdote auch selbst niemals vergessen...

Ok, wie cool ist das Spiel aber wirklich? Nicht sonderlich. Es ist ein Lernspiel, das auf dem gleichnamigen Brettspiel basiert (das ist zwar nie gespielt habe, aber die einzige Person, von der ich weiß, dass sie es gespielt hat, behauptet, dass es sehr anders ist). Irgendein Professor hat es sich ausgedacht, und da anscheinend sein gesamtes Leben sich darum dreht scheint er auch sehr stolz darauf zu sein.

Das Spiel soll einem das Konzept von kontrolliertem Wachstum und die Verbindungen zwischen Politik, Wirtschaft und Ökologie nahebringen. In jedem Zug verteit man Aktionspunkte auf Bereiche wie Produktion und „Aufklärung“ (womit Bildung gemeint ist), um die Gesamtsituation im Land zu verbessern. Einige Bereiche können nicht direkt verändert werden, wie zum Beispiel Umweltverschmutzung. Alle Bereiche sind miteinander querverbunden. Um wiederum die erwähnten Beispiele zu bemühen: Ein höherer Produktionsstand verschärft auch die Umweltprobleme. Der Spieler muss nun diese Verbindungen zu nutzen lernen und die schlechten davon möglichst vermeiden.

Durch die Beschränkung auf acht Bereiche und offen angezeigte Verbindungen auf dem Hauptbildschirm, ist das nicht allzu schwierig. Nach zwei Zügen ist das Konzept völlig klar. Verlieren kann man immer noch, vor allem wegen der teilweise recht strengen Regeln. Sobald nur einer der Werte zu hoch steigt oder zu tief fällt, ist das Spiel vorbei - unabhängig davon, ob der selbe Wert schon in der nächsten Runde wieder in annehmbare Bereiche gekommen wäre. Also muss man neben der langfristigen Perspektive auch die kurzfristigen Auswirkungen im Auge behalten. Am Ende jedes Zuges werden aus den Werten einiger Bereiche (z.B. Bevölkerung) die Aktionspunkte der nächsten Runde berechnet.

Einer Simulation der echten Welt kommt man damit natürlich keinesfalls nahe. Zum Beispiel scheint die Position des Spielers die eines „gewählten Diktators“ zu sein, der alles allein entscheiden kann, aber wenn er zu unbeliebt wird („Politik“-Bereich), ist alles vorbei. Das Wirtschaftsmodell ist auch viel zu einfach. Das Hauptproblem der Regierungen ist es heutzutage, dass sie eben nicht direkt auf die Entscheidungen der Industrie Einfluss nehmen können - stattdessen müssen sie hoffen, durch Gesetze und Verordnungen indirekt Verhaltensweisen zu fördern oder zu verhindern. Diese interessante Komplexität wird vollständig ignoriert, und stattdessen wird einem ein komplett staatlich gesteuertes System vorgesetzt.

Andererseits sehr nett sind die Optionen zur Erstellung verschiedener „Szenarien“. Alle Verbindungen der Bereiche können verändert, entfernt oder zugefügt, und Anfangswerte eingesetzt werden, um eine vollständig nach den eigenen Wünschen angepasste Version des Spiels auszuprobieren. Ein paar vorgefertigte (z.B. „Industriestaat“ und „Entwicklungsland“) werden auch mitgeliefert.

Das erweitert das grundsätzlich recht dünne Gameplay deutlich, da jede Ausgangssituation seine eigene Herausforderung bietet. Ohne könnte man keinesfalls mehrmals spielen. Allerdings kann auch das nicht vertuschen, dass sich am Grundkonzept nie etwas ändern. Obwohl es eine ganz nette Abstraktion einer Weltsimulation ist, fehlt es einfach an Komplexität. Das Spiel zeigt einem die wertvolle Erkenntnis, dass ein gesellschaftliches Problem nicht unabhängig von allen anderen gelöst werden kann, auf, aber das war's dann auch schon. Klar, es ist für Kinder gedacht, aber auch die sollte man nicht unterschätzen, und das hier ist zu wenig...

Vielen Dank an Johann67, der die kaputten Spieldateien wieder in Ordnung gebracht hat!

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Gameplay Ökolopoly

Verweise

Kommentare (1) [Kommentar schreiben]

MasterLee (09.12.2016):

Das Spiel ist genau wie die Brettspiel Version. Der Vorteil der Computerversion liegt nur darin das man die Scheiben nicht selber drehen muss und selber nicht multiplizieren und addieren muss.
Und meiner Meinung nach gehört das Spiel eher unter Simulation als unter Management. Weil mehr simuliert wird als man überhaupt Managen kann außer die Ereignis-Karten die haben teilweise relativ heftigen Einfluss also auch ein bisschen Glücksspiel. Ähnlich stark wie Mario Partys tausche alle deine Sterne mit denn letzten Platz.
Das Einzige was bei der Brettspiel Version anders ist ist man kann zu mehren Spielen d.h. man stimmt ab was getan wird. Aber das könnte man an der PC Version auch bzw. das könnte man auch bei Schach tun.

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