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Die Fugger 2

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Sunflowers
1996
Genre:
Strategie
Thema:
Politik / Multiplayer / Logistik /
Historisch / Geschäftswelt
Sprache:
Deutsch
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
55735

Wertung [?]

Mr Creosote:
5/6
Gesamt:
5/6
Allgemeine Abstimmung:
5.6/6
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Screenshots

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Lokale Tests

Mr Creosote (31.12.2006) [verstecken]

Avatar Reichtum und politische Macht liegen oft nah zusammen. Die titelgebende Familie ist dafür eines der bekanntesten historischen Beispiele. In diesem Spiel tauchen die tatsächlichen Fugger allerdings nicht auf. Stattdessen geht es ein paar Ebenen nach unten. Auf regionaler Ebene, d.h. in einem Teilstaat des damaligen „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“, versuchen die Spieler, ähnlichen politischen Einfluss zu erlangen, wie ihre großen Vorbilder.

Doch aller Anfang ist schwer. Die Kontrahenten beginnen das Spiel gerade mal mit einem geerbten Karren und wenigen Talern Startkapital. Letzteres gilt es durch Handel zu vermehren. Dieser Handel folgt bekannten Bahnen: In einer Stadt Waren produzieren, woanders hin transportieren, und dort gewinnbringend absetzen. Zum Transport stehen verschiedene Gefährte zur Verfügung, vom bereits genannten Karren bis hin zu Heißluftballons. In den Städten selbst muss noch für ausreichenden Lagerraum gesorgt werden.

Viele Spiele erschöpfen sich damit bereits. Außerdem wird das hin- und herschieben von Waren inklusive allen Micromanagements mit wachsendem Umfang des eigenen Handelsimperiums natürlich unübersichtlich und macht auch keinen Spaß mehr. Die Fugger 2 umgeht diese Probleme. Zur Abwicklung des Handels kann in jeder Stadt ein Direktor angestellt werden, der gegen eine gewisse Beteiligung am Gewinn das Tagesgeschäft dort übernimmt. Der Spieler muss sich dann nur noch um die Gesamtbudgetierung kümmern, damit auch klar ist, wie viel Geld eingesetzt werden darf.

Trotzdem gibt es noch genug zu tun für die Spieler selbst, denn die bereits angesprochene politische Karriere will gepflegt werden. „Mittelland“ (so der Name des Spielbereichs) teilt sich in drei Grafschaften, in denen sich jeweils wieder mehrere Städte befinden. Sowohl weltliche, als auch kirchliche Ämter sind auf allen drei Ebenen vorhanden und häufig zu vergeben. Anfangs gibt man sich noch mit Posten wie Ratsherr, Pastor oder Bürgermeister zufrieden, doch mit steigendem Profit drängt man zu Höherem. Wie wäre es mit einem Job als Finanzberater der Grafschaft oder als Bischof? Richtig spannend wird es dann für Möchtegern-Inquisitoren und diejenigen, die gar Regent oder zumindest Kanzler werden möchten.

All diese Ämter werden „nach Bedarf“ vergeben, d.h. sobald sie durch Tod, Amtsenthebung oder Rücktritt des Amtsinhabers frei werden. Wie sie jeweils vergeben werden unterliegt klaren Regularien. So wird ein Bürgermeister beispielsweise durch die drei Ratsherren der Stadt gewählt, während diese wiederum durch Baumeister, Richter und Kämmerer bestimmt werden. Der Bürgermeister kann dafür letztere ernennen. Um gewählt zu werden, muss man sich also jeweils mit den bestimmenden Personen gutstellen. Eine kleine „Spende“ könnte beispielsweise Wunder wirken...

Beim Freimachen von Posten kann man auch durchaus nachhelfen. Beispielsweise kann man Spione beauftragen, kompromittierendes Material über einen Würdenträger zu sammeln, und dieses legt man dann dem jeweiligen Dienstherren vor. Schenkt dieser einem Glauben, ist der Stuhl schneller frei, als man vielleicht gedacht hat. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit einer Klage vor Gericht - bei einem Schuldspruch ist eine der möglichen Strafen die Amtsenthebung.

Jedes Amt bringt gewisse Privilegien mit sich. So führt kann ein Richter beispielsweise bei Gerichtsverfahren, die auf seiner organisatorischen Ebene stattfinden, über Schuld oder Unschuld mitentscheiden, ein Erzbischof Wunder vollbringen und ein Justizminister ändert die Gesetze des Landes nach eigenem Gutdünken. Gewisse Ämter haben so auch strategische Vorteile - als Inquisitor kriegt man beispielsweise praktisch jeden Konkurrenten problemlos aus dem Amt.

Zusätzlich kommt eine gewisse militärische Komponente ins Spiel. Es ist ein offenes Geheimnis, dass in Mittelland einige Räuberlager existieren. Deren Besitzer kann versuchen, Warentransporte zu überfallen. Dem entgegen stehen die auf Zollburgen untergebrachten Soldaten. Schlachten werden auf einem pausierbaren Echtzeitschlachtfeld ausgetragen. Zwar gibt es einige Kommandos, mit denen man eigene Truppen kontrollieren kann, jedoch bleibt dieser Teil des Spiels eher rudimentär.

Die Fugger 2 kann man als reines Multiplayerspiel mit Trainingsfunktion sehen. Als Einzelspieler muss man sich zwar durchaus nicht sofort entsetzt abwenden, jedoch erschließt sich der Sinn der meisten Spielfunktionen nicht (Warum sollte man einen anonymen Computergegner sabotieren?) und die Karriere verkommt zum Selbstzweck. Mit steigender Anzahl menschlicher Mitspieler ist das natürlich ganz anders - der Konkurrenzgedanke und die Schadenfreude machen einen Großteil des Spaßes aus.

Eine gute Idee ist weiterhin, dass es neben dem „Endlosspiel“ (das um genau zu sein auch nach hinten begrenzt ist - ab einem gewissen Jahr können einfach keine Kinder mehr gezeugt werden, so dass zwangsläufig alle am Spiel beteiligten Dynastien früher oder später aussterben) auch Aufträge gibt. Jeder Spieler zieht am Anfang eine Karte (also tatsächlich, nicht im Spiel), auf der seine Mission beschrieben ist. Diese Aufträge sind in drei Schwierigkeitsgrade aufgeteilt, je nach dem, wie lange man spielen möchte, und sie drehen sich beispielsweise um Erringung bestimmter Ämter und Adelstitel oder Anhäufung eines bestimmten materiellen Vermögens und privater Ländereien. Per Zahlencode werden dem Spiel die Aufträge mitgeteilt, so dass kein anderer Spieler weiß, worauf seine Konkurrenten denn nun genau aus sind.

Dem Spiel mit einer Zahlenwertung gerecht zu werden, ist nicht einfach. Mit entsprechend motivierten Mitspielern macht es sehr viel Spaß - eine „5“ ist angemessen. Jedoch gibt es ausschließlich einen „Hotseat“-Modus, also ist kein Spielen übers Netzwerk / Internet möglich. Alleine ist es trotz netter Optionen und Eingänglichkeit nur durchschnittlich. Dafür wären Punkte abzuziehen. Die wenigen, die diesen Test aber nun gelesen haben, wissen, wie es gemeint ist, und alle anderen haben Pech gehabt.

Zeitgenössische Tests [verstecken]

Spieleserien

Die Fugger

  1. Die Fugger (C64)
  2. Die Fugger 2

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Videos

Prozess

Verweise

Kommentare (13) [verstecken] [Kommentar schreiben]

Neuer (23.07.2016):

Für mich eins dieser Kultspiele, an die kein neues Game rankommt. Hab auch die Gilde 2 gespielt und selbst wenn der Nachfolger doch sehr unterhaltsam ist, kommt einfach nix an den Witz und den Charme dieser DOS-Wirtschaftssimulation ran.

Mr Creosote (14.07.2016):

Dosbox sollte da weiterhelfen.

Neuer (14.07.2016):

Wie krieg ich das Spiel unter Windows 7 zum laufen? beim installieren des VBE Treiber und der Installation von dem Spiel selbst erscheint die Meldung,dass die Datei nicht mit der Windowsversion kompatibel ist...

roka84 (13.08.2015):

oh wie sehr ich das spiel geliebt habe :) Leider dauert der dl ewig, aber man hat ja zeit ;)

Peter90 (25.07.2015):

eines der besten Spiele aus meiner Jugend. Kann ich nur empfehlen.

Gangleri (21.07.2015):

Tatsächlich eines der wenigen Spiele, die die Zeiten überdauern. Zählt ganz sicher zu den digitalen Evergreens.

MrHappy (20.07.2015):

eines der besten spiele meiner jugend........

ostap (20.04.2015):

Dieses Spiel macht sehr viel mehr Spaß als die Nachfolger mit 3D Grafik.

Die Grafik ist zwar recht durchwachsen (man könnte meinen, den Machern sei zwischenzeitlich das Geld ausgegangen und sie mussten statt der gemalten Hintergründe auf billige Rendergrafiken zurückgreifen), aber Spielspaß und Stimmung des Spiels sind hervorragend!

Emcee (04.04.2015):

Eins der ersten Spiele (an meinem alten 486er) die ich wirlich
gesuchtet habe. :P

Die Grafik ist zwar in die Jahre gekommen, aber das Spiel altert
im Vergleich zu vielen anderen sehr gut.

Ein gutes Spiel für ein paar verregnete Nachmittage.

5 Punkte von mir.

moarle (15.11.2014):

Einfach nochmal zurück in die "gute alte Zeit" !!!
Da werden Erinnerungen wach!

Janlasse (13.12.2013):

Eindeutig ein Klasse Spiel... Meine Lieblings WiSim und besser geht das nicht über die Grafik kann man hinweg sehen für mich gibs da kein - einfach gut und umfangreich das Spiel

Mr Creosote (01.02.2008):

Zitat:
Zum Punkt der im Test genannt wurde, das es faulheit war, diesem Spiel nur einen Hotseat Modus zu geben
Diese Aussage ist im Test gar nicht... Der "faule Kompromiss" ist die Wertung, weil der Spaß zwischen Einzel- und Multiplayer so stark divergiert.

Ein rundenbasiertes Spiel per Netzwerk ist ja prinzipiell nichts Besonderes. Master of Orion 2 macht das beispelsweise genau so, wie du es beschreibst: Alle Menschen ziehen gleichzeitig, und es wird dann gemeinsam ausgewertet. Sehe ich kein Problem. Ansonsten geht natürlich auch problemlos hintereinander. Hauptsache netzwerkfähig.

klkraetz (01.02.2008):

Hallo,

ich perönlich gebe dem Spiel ganze 5 pkt. Ich habe es nicht nur alleine daheim (vor vielen Jahren einmal) gespielt sondern auch sehr oft mit fast meiner gesamten näheren Familie oder vielen Freunden. Das Spiel macht im Multiplayer Modus sehr viel Spass und ist meiner Meinung nach ungeschlagen bis heute in dieser Kategorie.

Zum Punkt der im Test genannt wurde, das es faulheit war, diesem Spiel nur einen Hotseat Modus zu geben kann ich nicht zustimmen. Stellt euch doch mal vor dieses Spiel im Internet zu Spielen und dann zu warten bis die anderen fertig sind mit ihrem Zug. Die andere Möglichkeit währe ein simultaner Modus. Bei dem würde dieses Spiel aber viel von seinem Reiz verlieren, da man so in der gleichen Runde sich für Greuertaten am Mitspieler rächen könnte. Die letze Möglichkeit wär ein simultaner Modus der aber erst am Ende der Rnde ausgeführt wird. Dadurch kann man dann aber auch nicht mehr vorausplanen und dem Gegner "Fallen stellen.

MfG ein Fugger Fan

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