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Modem Wars

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Weitere Titel:
Dan Bunten's Modem Wars
Ozark Softscape / Electronic Arts
1988
Genre:
Strategie
Thema:
Krieg / Science Fiction / Multiplayer
Sprache:
English
Lizenz:
Shareware
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
13705

Wertung [?]

Mr Creosote:
5/6
Gesamt:
5/6
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Mr Creosote (18.04.2009) [verstecken]

Avatar Fangen wir mit den traurigen Nachrichten an: Normalerweise versuche ich, von jedem Spiel die jeweils ursprüngliche Version vorzustellen, also die für das System, für das das Spiel zuerst entwickelt wurde. Für Modem Wars wäre das der C64. Leider muss ich jedoch eingestehen, dass ich keine der mir vorliegenden Versionen mit einem Emulator sinnvoll zum Laufen bekomme - was wahrscheinlich daran liegt, dass ich zu wenig Ahnung von den Interna habe, Modememulation zu konfigurieren. Da eine Rezension rein aus dem Gedächtnis natürlich auch nicht in Frage kommt, müssen wir nun alle mit der Umsetzung für den IBM PC vorlieb nehmen, die ein wenig später herauskam. Wer helfen kann, die C64-Version zum Laufen zu bekommen, fühle sich zur Hilfe aufgerufen.

Speziell zu der hier vorgestellten (und angebotenen) Version: Es handelt sich um die „Shareware“-Version, die Hauptentwicklerin Dani Bunten selbst 1996 auf ihrer Homepage veröffentlichte. Diese Version wurde von Dan Hite, Mitarbeiter des Originals, „gecrackt“, da die Originalquellen verlorengegangen waren. Was den Sharewarestatus angeht, zitieren wir Dani selbst: „I hope you enjoy it enough to give copies to your friends. My lawyer instructs me, however, to remind you this is copyrighted software and in order to remain legal you should send $5 to me“ (die vollständige Version ist in der Datei readme.txt nachzulesen). Zwei Jahre später verstarb Dani. Wenn irgendwas als „Abandonware“ bezeichnet werden kann, dann wohl dies...

Doch nun endlich zum Spiel selbst (letztes Metakommentar: Nach meiner Erinnerung unterscheidet sich die C64-Version nicht entscheidend). Modem Wars ist ein geradezu revolutionäres Kriegsspiel: Es war seiner Zeit weit voraus, da es zwei menschlichen Spielern erlaubte, gegeneinander nicht etwa per Splitscreen oder nacheinander anzutreten, sondern gleichzeitig auf zwei per Netzwerk verbundenen Computern. Wie der Name schon sagt werden die beteiligten Computer per Modem, oder alternativ Nullmodem, verbunden. So hat jeder Spieler seinen eigenen Monitor / Fernseher und seine eigene Tastatur ganz für sich und das Spiel kann auch über weite Entfernungen gespielt werden.

In verschiedenen Szenarien übernimmt jeder Spieler eine Roboterarmee, die sich aus vier Einheitentypen zusammensetzt: „Grunts“ entsprechen Fußsoldaten, „Riders“ der Kavallerie (d.h. sie sind schneller), „Boomers“ sind Artillerie und „Spys“ unbewaffnete Aufklärungseinheiten. Darüber hinaus gibt es eine Spezialeinheit: das „Comcen“, das eigene „Kommandozentrum“. Dabei handelt es sich um einen Transporter, aus dem man seine Befehle gibt. Das Comcen selbst ist unbewaffnet, kann jedoch zwei „Waffen“ abschießen: Raketen und Dronen. Dronen dienen wiederum der Aufklärung und sie können flächendeckende Explosionen auslösen. Raketen können auf bestimmte Einheiten gerichtet werden (sie eignen sich beispielsweise sehr gut zum Abschießen gegnerischer Dronen). Jede Seite versucht, das gegnerische Comcen zu zerstören und das eigene zu beschützen.

Das Spiel bietet allerlei taktische Finessen. Beispielsweise kann die Landschaft genutzt werden, um Überraschungsangriffe durchzuführen oder den Vormarsch des Gegners zu verlangsamen. Einheiten können gruppiert und in Formationen gepresst werden. Sie können angewiesen werden, sich selbst einzugraben (um sich besser verteidigen zu können), in den „Blitz“-Modus zu wechseln (um sich schneller bewegen zu können) oder ihre Tarngeräte einzuschalten. Und natürlich sieht man selbst immer nur das, was die eigenen Einheiten sehen.

Bei einem solchen Spiel sollte man explizit erwähnen, dass es einen Einzelspielermodus gibt. In diesem Fall übernimmt der Computer die Rolle der feindlichen Armee. Gedacht ist das Spiel natürlich für zwei menschliche Spieler, und so ist die künstliche Intelligenz nicht gerade überragend. Gut genug fürs Training - und genau so ist dieser Modus im Spiel auch bezeichnet.

Die relativ schwache KI wird immer wieder als Hauptgrund für den kommerziellen Misserfolg des Spiels genannt. Das mag tatsächlich ein Grund gewesen sein, aber wie wäre folgende Erklärung: Wer hatte in den späten 80ern schon ein Modem? Und wer von dieser Gruppe konnte (und wollte) sich die teuren Verbindungskosten leisten? Insofern ist Modem Wars also deutlich das Werk eines Visionärs - aber die Technologie und das Bewusstsein der Menschheit (und insbesondere die Telefongesellschaften mit ihren Tarifstrukturen) war noch nicht bereit dafür. Schade, denn spielerisch war das Spiel ebenfalls seiner Zeit weit voraus. Als Jahre später der Begriff „Echtzeitstrategie“ in Mode kam, und das Genre richtig beliebt wurde, waren die dann veröffentlichten Spiele ausnahmslos flacher, als dieser Urahn (und davon, was dann „KI“ genannt wurde, wollen wir mal gar nicht sprechen). Unverständlich, denn Modem Wars hatte eigentlich bereits die Richtung gewiesen... und war ignoriert worden.

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