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Kampf um Trubelland

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TriNeT Computer GmbH / Informationskreis Kernenergie
1996
Genre:
Adventure
Thema:
Science Fiction / Quiz / Werbespiel /
Humor
Sprache:
Deutsch
Lizenz:
Freeware
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
14575

Wertung [?]

Mr Creosote:
0/6
Gesamt:
0/6
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Mr Creosote (18.02.2010) [verstecken]

Avatar Das Thema Kernenergie ist ja gerade mal wieder hochgeschwappt... Grund genug, sich mal diesem zwar bereits etwas betagtem, aber trotz Allem besonders tiefgründigem und höchst objektivem Aufklärungsmaterial des „Informationskreises Kernenergie“ zu widmen. Diese vollkommen unabhängige, dem Allgemeinwohl der Menschheit verpflichtet Organisation wählte 1996 eine Dystopie zur Darstellung der harten Fakten: die Vision einer Zukunft ohne Kernkraft.

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Die idyllische Gegenwart
Die völlig neutrale Untersuchung hat ergeben: Eine solche Zukunft wäre der blanke Horror! In Trubelland kontrolliert im Jahr 2055 nun nämlich ein gewisser Schwitzig sämtliche Energieversorgungsquellen und kann somit die Preise diktieren. Eine Privatarmee hat er bereits aufgestellt und sein Staatsstreich steht kurz bevor. Die einzige Hoffnung der Bewohner liegt in einem alten stillgelegten Atomkraftwerk. Allerdings weiß niemand mehr, wie man ein solches überhaupt in Betrieb nimmt, da mit der politisch erzwungenen Abschaltung auch das Wissen um die Technologie verloren gegangen ist. Mit Hilfe eines Inter-Zeitkommunikators, der von Hamstern angetrieben wird, sendet Teenager Lena einen Hilferuf in die Vergangenheit (also 1996, die Gegenwart des Spiels), wo ein gewisser Philipp Fünfholz ihn empfängt. Wie jeder männliche Teeny kann Philipp einem jungen Mädchen natürlich nichts abschlagen und so macht er sich auf die Suche nach technischem Informationsmaterial zum Thema Kernkraft...

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Die schreckliche Zukunft (das KKW ist kaum mehr zu sehen!)
Würde sich nicht tatsächlich (bis heute) eine Herstellerfirma zu dem Spiel bekennen, könnte man meinen, dass es sich um eine Satire handelte. Nicht nur ist die Geschichte absolut (und nicht auf positive Weise) lachhaft (die Probleme in der Zukunft haben ja nichts mit der Frage der Atomkraft zu tun - der Bösewicht könnte jene Energieversorger ja auch noch übernehmen), sondern das Spiel macht auch technisch einen sehr amateurhaften Eindruck.

Grafisch ist das Spiel immerhin noch gerade so akzeptabel (wobei die Screenshots noch besser wirken, als die Animationen), allerdings nicht über dem Standard, den man normalerweise von Amateurspielen gewohnt ist. Die Bedienung ist dagegen grauenhaft: Mittels vier (teilweise völlig unpassender) Icons wählt man die Aktion aus und klickt anschließend völlig unmotiviert und wild auf dem Bildschirm herum, da es erstens keinen Indikator gibt, welche Objekte auf dem Bildschirm überhaupt relevant sind und zweitens sind die Cursor dermaßen riesig, dass man nie genau weiß, mit welchem Teil man nun eigentlich auf die gewünschten Objekte zeigen soll.

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Ach, wirklich? Und was zum Teufel ist darauf dargestellt?
Dazu kommt, dass das Erforschen der Umgebung schlicht und einfach keinen Spaß macht, da es nicht belohnt wird. Das Spiel ist auf den exakten Lösungsweg verengt; sämtliche andere Aktionen werden ohne („Das geht nicht“) oder mit lächerlichen Begründungen („Ich darf nicht fernsehen“) abgewiesen. Ebenso gibt es keinerlei Möglichkeit Dinge in anderer Reihenfolge zu erledigen. Dies versucht das Spiel noch nicht mal immanent zu begründen: Dem Spieler wird beispielsweise einfach gesagt, er könne noch nicht an den gewünschten Ort gehen, da ihm noch etwas dafür fehle. Was das ist, ergibt sich allerdings weder aus dieser Meldung, noch aus dem Spielfortgang. Eigentlich ist es in Adventures ja üblich, den Spieler einfach zu solchen Orten hingehen zu lassen, um dort dann selbst zu entdecken, was „ihm noch fehlt“...

Jene totale Linearität rettet das Spiel jedoch nicht vor diversen Bugs. So kommt man eben manchmal doch weiter, ohne etwas Bestimmtes gemacht zu haben - findet sich dann später aber in einer (nicht vom Spiel kommunizierten) Sackgasse wieder. Manchmal kann man Räume überhaupt nicht mehr verlassen, obwohl ein Ausgang sichtbar ist. Und so weiter.

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Ein Traumpreis!
Rätseltechnisch werden einem keine Kunststücke abverlangt. Das meiste wird einem direkt verraten, was allerdings nicht bedeutet, das es alles Sinn ergäbe. So setzt das Spiel beispielsweise voraus, dass es überhaupt auf der Welt nur eine einzige Art von Sicherung gibt, dass billige Batterien jahrzehntelang halten und dass es in der Zukunft nicht nur keine Atomkraft, sondern auch keine Schaufeln mehr gibt. Computerviren zerstören munter Daten auf schreibgeschützten Datenträgern. Am schlimmsten ist jedoch, dass sehr viele notwendigen Handlungen völlig unmotiviert bleiben.

Was bleibt noch zu sagen? Der Werbeanteil des Spiels ist erträglich (hauptsächlich diverse Informationen zur technischen Seite der Kernenergie auf Schulniveau - die politische Diskussion wird zum Glück komplett ausgespart), allerdings wird für eine moralisch absolut verwerfliche Sache geworben (immerhin marginal besser als Militärwerbespiele). Letzteres, gepaart mit der absoluten technischen Inkompetenz des Spiels (von der in diesem Rahmen natürlich nur die Spitze des Eisbergs beschrieben wurde) und dem Mangel jeglicher positiver Aspekte, lassen keine andere Wahl, als die Niedrigstwertung zu vergeben. Strahlte das Spiel entweder moralische oder technische Kompetenz aus, hätte man gnädig noch etwas höher gehen können.

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