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Graffiti
1995
Genre:
Sport, Simulation
Thema:
Multiplayer / Fahren
Sprache:
English
Lizenz:
Kommerziell
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
18025

Wertung [?]

Herr M.:
5/6
Gesamt:
5/6
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Herr M. (20.11.2012) [verstecken]

Avatar „3 .. 2 .. 1 .. GO!“ Und schon ziehen die Boliden mit quietschenden Reifen los, drängeln aneinander vorbei zum heiß ersehnten Platz an der Spitze, den es bei Höchsttempo zu halten gilt. Wer bremst, verliert! Geschickt muss man sich an seinen Gegnern vorbeizwängen, während diese einen gegen die Tunnelwand abzudrängen versuchen oder einen in die Zange nehmen wollen. Wer nicht aufpasst, landet schnell mal im Graben, von wo es heißt sich wieder mühsam nach vorne durchzukämpfen. Willkommen bei Bleifuss, einem der flottesten Rennspiele der späten 90er Jahre.

„You have to drive fast, to avoid coming last!“ Bleifuss, der Name ist Programm! Bis auf zwei Strecken ist man nämlich fast immer mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs, schlittert durch Kurven, schlängelt sich an den anderen Fahrern vorbei und hält siegessicher auf die Ziellinie zu. Dass das fast auf Eisenbahnschienen erfolgt (die Landschaft ist eher begrenzt und nur eine Strecke hat eine Alternativroute oder Abkürzung) tut fast nichts zur Sache, denn der Bewegungsfreiraum ist trotzdem groß genug für gewagte Überholmanöver. Zudem war es damals Genre-Standard.

„Great Lap!“ Insgesamt gibt es „nur“ 6 Strecken zur Auswahl, die sich in ihrem Aufbau aber genug unterscheiden, um einiges an Abwechslung zu bieten. Von einem recht einfachen Rundkurs, über eine Strandpromenade mit langen Geraden, bis zu einer teuflisch verwinkelten, mit Schlangenlinien ausgestatteten Wüstenstrecke ist alles dabei. Ein wenig erweitert wird das Repertoire dadurch, dass man diese auch in die Gegenrichtung fahren kann, mit einem Cheat sogar gespiegelt oder auf dem Kopf stehend. Ein klein wenig größer ist die Auswahl an Wagen: Insgesamt gibt es 6 Grundtypen mit jeweils manueller und automatischer Schaltung plus einen Bonuswagen, den man sich durch das Bestreiten der Liga-Rennen (in drei Schwierigkeitsstufen) erfahren kann. Dieser Bonuswagen tanzt dabei ein wenig aus der Reihe, und ohne allzuviel darüber zu verraten, soll hier nur angemerkt werden, dass er es absolut wert ist, sich dafür nach oben zu kämpfen, weil er nicht nur einfach ein Wagen mit einer anderen Karosserie und leicht anderen Fahrverhalten ist.

„Indestructible!“ Wer sich nur für das Fahren an sich interessiert, einfach nur mal ein paar schnelle Runden drehen will, ist hier genau richtig. Während man kaum darüber zu streiten braucht, ob es sonderlich realistisch ist, dass ein Zusammenstoß mit einer Wand bei 342 Sachen nicht nur einen 360°-Drehsprung zur Folge hat und einen nur ein paar Sekunden seiner Zeit kostet, bis man wieder beschleunigt hat, so muss der ein oder andere doch zugeben, dass es mal ganz erfrischend sein kann, wenn man einfach eine Strecke und ein Auto wählt und dann einfach loslegt. Kein Grübeln, welche Reifen man nun braucht, keine Feinjustage, nein hier ist tatsächlich nur die Fahrkunst des Rennfahrers gefragt, hier zählen echte Reflexe. Trotz mangelndem Realismus bietet Bleifuss genug Herausforderungen. Man findet recht schnell ins Spiel hinein, aber durch den doch nicht zu verachtenden Schwierigkeitsgrad der späteren Rennen wird man doch immer wieder gefordert.

„Look at that time!“ Für die Zeit als dieses Spiel herauskam, war die Grafik eigentlich recht ansehnlich, auch wenn es, mangels der Fähigkeit zur Unterstützung von 3D-Hardware, ein wenig Prozessor-hungrig war. Für heutige Verhältnisse ist sie natürlich nicht mehr der Rede wert, obwohl sie verhältnismäßig gut aussieht. Immerhin läuft alles recht flüssig und im SVGA-Modus sieht man sogar kaum Kanten oder Pixel. Neben den Autos werden auch die ein oder anderen Details am Rande der Strecke animiert (wie Flugzeuge, Helikopter etc.), was der Szenerie ein wenig Atmosphäre gibt. Was früher weniger auffiehl, heutzutage allerdings ein wenig stört, ist die begrenzte Sichtweite. Die stets eingeblendete Karte hilft zwar ein wenig, aber oft tauchen die Kurven ein wenig aus dem Nichts auf. Allerdings sollte man nach ein paar Trainingsrunden ein Gefühl dafür haben, wie die Strecke verläuft.

„Yee-Haw!“ Was den Sound anbelangt… nun der ist vorhanden, eventuell kann einem der ständig dröhnende Motorensound (der noch dazu bei allen Wagen gleich ist) mit der Zeit ein wenig auf die Nerven gehen, aber erfüllt seinen Zweck. Die auf die CD gepressten E-Gitarren-Riffs, die als musikalische Untermalung dienen, bieten eigentlich einen recht netten, dynamischen Hintergrund und wenn einem dieser mal nicht mehr zusagen sollte, gibt es sogar die Möglichkeit mit der P-Taste einen In-Game-CD-Player zu öffnen und seine ganz eigenen CDs einzulegen (bei mir wäre das wohl David Bowies Outside, das ich unwiderbringlich mit diesem Spiel in Verbindung bringen werde).

„Loooser!“ Eines der Dinge, das einem sofort ins Ohr springt, ist der mal mehr, mal weniger lästige Kommentator, die freundliche Stimme aus dem Off, die stets den Fahrstil zu kritisieren und zu loben weiß. Ob er nun Offensichtliches von sich gibt (Marke man solle halt mal Gas geben), gekonnte Stunts mit Freudenjubel quittiert oder frustriert bemerkt, dass man gerade seine Chance zu gewinnen vertan hat: Dauernd plappert er fröhlich vor sich hin und gibt dem Spiel eine ganz eigene Note. Das mag man entweder, da es schon wieder so absurd ist, dass man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann, oder man dreht es einfach im Optionsmenue ab, wobei aber ein wenig vom Charme des Spiels verloren geht. Er ist wie ein stets aufgeregter Beifahrer, der dem Geschehen ein wenig mehr Leben einhaucht. Außerdem hat man da auch gleich was, worauf man seinen Zorn bündeln kann, wenn man mal wieder knapp am ersten Platz vorbeischrammt.

„Wanna play dirty? Then let's play dirty…“ Ein wirklich nettes Feature sind die Cheatcodes, die man über das Hauptmenue eingeben kann. Diese sind überraschend kreativ und gehen über das übliche „Unmöglich zu verlieren“ hinaus, und erweitern das Spiel teils sogar sinnvoll (so dass ich mich bei manchen Dingen frage, warum die nicht schon von Haus aus dabei sind). Neben recht offensichtlichen Codes wie den für das Anhalten des Timers (CLOCK), dem Freischalten des Bonuswagens und aller Strecken (VTELO und INVER), kann man noch die auf den Strecken immer wieder auftauchenden Verkehrshütchen und Begrenzungspfeiler durch etwas unüblichere Gegenstände austauschen (MONTY und JOINT)… oder sich ganz neuen Herausforderungen stellen: Wer die Strecken vorwärts wie rückwärts in und auswendig kennt, kann sich mal an einer gespiegelten (MIRRO) oder auf den Kopf gestellten Variante (UPDOWN) versuchen. Beides ist aber nichts gegen die ultimative Herausforderung: Ein Rennen gegen ein Kader bestehend aus lauter Bonuswagen (ABURN). Das ist selbst wenn man besagten Boliden mal freigespielt hat nicht unbedingt das allerleichteste.

„Amazing! It must be real hard being this good!“ Eine Bewertung des Spiels fällt mir ehrlich gesagt wirklich schwer. Ich gebe zu, dass es bei weitem nicht perfekt ist, aber dieses Spiel hat alles, was für mich ein gutes Rennspiel ausmacht: Rasend schnelle Autos, leicht zugänglich, eine Menge Spaß und dennoch genug Herausforderungen, dass man auch nach Jahren noch etwas findet, was einem zu immer neuen Rennen verlockt. Und meine Definition für ein Rennen in einem Computerspiel lautet schlicht: Bleifuss – Lake Valley – Yankee – gegen eine Flotte aus Bonuswagen. Da Bewertungen immer ein wenig subjektiv sind, lasse ich mal die sehr rationale Betrachtung, dass der Umfang ein wenig zu wünschen übrig lässt und die Grafik nicht mehr die allerfrischeste ist, außen vor, und verleihe 5 von 6 Punkten, dafür dass ich es nach all den Jahren immer noch gerne starte, um mal ein paar Runden zu drehen. Wem das Genre nicht ganz zusagt, oder wer Wert auf Ultrarealismus legt, kann für sich selbst einen Punkt abziehen. Versuchen sollte man es aber auf alle Fälle… und sei es nur, um einmal die wirklich nervigste Stimme aus dem Off zu erleben. ;)

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