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Heretic

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Raven Software / id Software
1994
Genre:
Action
Thema:
Kämpfen / Multiplayer / Schwerter & Magie
Sprache:
English
Lizenz:
Shareware
System:
PC (DOS)
Aufrufe:
9609

Wertung [?]

Herr M.:
3/6
Gesamt:
3/6
Allgemeine Abstimmung:
4/6
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Herr M. (26.04.2014) [verstecken]

Avatar Mit Heretic versuchte sich Raven Softwares zum dritten mal am Fantasy Genre. Wie bei den beiden Vorgängern bedienten sie sich dabei recht stark bei der Engine eines anderen Spieles (in diesem Falle Doom), in der sie ein recht einzigartiges und kreatives Szenario aufbauten. Es war auch der letzte Schritt in einer Entwicklung weg von dem für dieses Genre üblichen Spieltyp, nämlich den Rollenspielen, hin zu eher ungewöhnlichen Ego-Shootern.

Bei ihrem ersten Spiel, Black Crypt, hatten sie sich noch an einem Dungeon Master Klon versucht, der sich sehr genau an seine Vorlage hält und sich wie ein typisches Rollenspiel seiner Zeit spielt. Eines der wenigen außergewöhnlichen Dinge an diesem Spiel war das recht kreative Monsterdesign. Darauf folgte Shadow Caster, das um einiges origineller war, so dass man es ihm vielleicht gar nicht anmerkte, dass es auf der gleichen Engine wie Wolfenstein 3D basiert. Der Rollenspiel-Anteil ist hier schon deutlich zurück geschraubt geworden, während man sich schon so gut wie in einem Shooter fortbewegt.

Und schließlich kam Heretic, das sämtliche Statistiken über Bord wirft und sich daran machte ein reines Action-Spiel zu werden. Bedenkt man, dass es zur Blütezeit der Ego-Shooter erschienen ist, mag das vielleicht nur wenig überraschen. So sehr das aber auch danach klingen mag, als wäre man damals einfach mit dem Strom geschwommen, so muss man den Entwicklern zumindest beim Szenario eine gewisse Kreativität und Eigenständigkeit zugestehen. Denn wie hoch mag wohl der Prozentsatz an Ego-Shootern sein, die in einer Fantasy-Welt angesiedelt sind?

So außergewöhnlich das mittelalterliche Fantasy-Szenario für diese Art von Spiel auch sein mag, so wird bei der Hintergrundgeschichte leider einiges an Potential verschwendet. Eine Gruppe von Schlangenreitern machen sich daran die Welt zu vernichten, man ist wieder mal der einzige Überlebende und… nunja, man ahnt ja schon wie das ganze endet: Im guten alten Endkampf, nachdem man einen Massengenozid an einer Klonarmee von namenlosen Gegnerhorden verübt hat. Unterm Strich scheint es dann ziemlich egal wer da gegen wen aus welchen Gründen auch immer antritt, alles was zählt sind Lebensstands- und der Munitionsanzeige.

Und doch ist es gerade die Munitionsanzeige, oder um genauer zu sein das wovon sie einen Überblick behalten soll, die die ganze Geschichte schon ein wenig interessanter macht. Denn obwohl sich das verwendete Arsenal wie bei jeden x-beliebigen Ego-Shooter verhält, fühlt es sich, dadurch dass es in ein Fantasy-Äquivalent verwandelt wurde, doch ganz anders an. Die Nekromanten-Handschuhe überzustreifen und ihnen beim Aufladen zuzuhören hat einfach so viel mehr Stil als die Brechstange hervorzukramen oder die Kettensäge anzureissen. Genauso klingen magischen Sanduhren oder Ringe der Unverwundbarkeit um einiges unterhaltsamer als die überstrapazierten Zeitbomben oder mottenzerfressene Schutzwesten.

Im großen und ganzen sind die Änderungen zwar rein kosmetischer Natur, und was Gegner und Gebäude anbelangt fallen sie nicht mal so schwer ins Gewicht (ob nun aufgrund der grobpixeligen Graphik oder weil die Monster auch in anderen Shootern schon recht bizarr sind), dennoch sorgt dies für eine erfrischend unverbrauchte Atmosphäre.

Und deren Stimmung wird durch die vorherrschende Klangkulisse hervorragend unterstrichen: Der schwungvolle Soundtrack kann einem schon ganz schön mitreissen, und wird dazu noch geschickt durch dämonisches Gekicher und bombastische Explosionen unterstützt. Es ist nur fast ein wenig schade, dass da die Graphik da nicht mithalten kann. Obwohl das nur für heutige Standards gelten mag, denn damals war sie auf dem neusten Stand der Technik.

Das gleiche gilt für die Steuerung, die sich ebenso ein wenig verstaubt anfühlt. Immerhin handelt es sich hier aber um einen der ersten Ego-Shooter mit Mausunterstützung, was das Herumlaufen einigermaßen handhabbar macht. Beim rauf und runter sehen fällt allerdings auf, dass dies nicht nur recht träge geschieht sondern das man dabei auch recht schnell ansteht. Die automatische Zielerfassung macht diese Mängel beim eingeschränkten Blickfeld jedoch fast wieder wett. Etwas schwerwiegender ist da schon dass man nicht springen kann und daher zum Erreichen von entlegeneren Orten auf die etwas selten auftauchenden Flugartefakte angewiesen ist. Trotzdem kann man sich flüssig genug bewegen um die Karten recht dynamisch zu erkunden.

Es gibt allerdings eine Funktion die sich ganz gut gehalten hat: Der Mehrspieler-Modus. Doom und Heretic zählten ja zu den ersten die diesen für Spiele ihrer Art beliebt machten, und die Gründe dafür sind offensichtlich. Man kann sich nicht nur sehr schnelle und schmutzige Deathmatches liefern, in denen man gegen mehre Spieler auf einmal antreten kann, sondern man kann sich auch mit einer Gruppe von Freunden in einem kooperativen Modus zusammen schließen und die Hauptkampagne gemeinsam bestreiten.

Letzteres ist eine eindeutige Verbesserung, die dem ganzen Spiel einen ganz besonderen Reiz verleiht. Zum einem ist es schon recht praktisch jemanden zu haben, der einem den Rücken deckt, während man sich durch die Gegnerhorden vorarbeitet, und zum anderen gibt es auch ein paar sehr interessante Änderungen an der Spielmechanik. So muss man beispielsweise bei einem verfrühten Ableben nicht das ganze Spiel neu starten sondern steigt statt dessen, ohne Ausrüstung (die aber schnell ersetzt ist), am Anfang des aktuellen Level wieder ein. Und da man seine Mitspieler verletzen kann muss man hier auch ein wenig mitdenken beim Feuern, anstatt einfach auf alles draufzuhalten, was einem unterkommen mag… zumindest wenn man spontan improvisierte Deathmatches vermeiden will.

Einerseits hat man zwar beim Aufsetzen einer Mehrspielerrunde nicht allzu viele Eintellungsmöglichkeiten – genau genommen kann man nur auswählen auf welchen Schwierigkeitsgrad man sich in welchem Level mit wie vielen Freunden über welches Protokoll verbinden will – anderseits bleibt das ganze dadurch recht schön überschaubar. Man muss sich nicht mit einer Unmenge an unwichtigen Details aufhalten sondern kann recht schnell in das eigentliche Spiel einsteigen.

Ähnliches kann man auch über das Spiel im allgemeinen sagen: Es ist vielleicht nicht gerade allzu umfangreich und es hätte noch ein wenig Feinschliff vertragen, aber dafür steckt man auch recht schnell mitten im Geschehen. Keine aufgeblähten Zwischensequenzen, keine Effekthascherei mit irgendwelcher überhypter Pseudo-photorealistischer-letzter-Schrei-Grafik, kein anmaßendes Moralisieren: Einfach nur man selbst, ein Zauberstab und Unmengen an Monstern die auf einem zuhalten. Ein einfacher, unkomplizierter Spaß, bei dem das relativ unverbrauchte Szenario zum Tüpfelchen auf dem i wird.

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