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The Entropy Cage

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Stormrose
2014
Genre:
Adventure
Thema:
Textbasiert / Science Fiction
Sprache:
English
Lizenz:
Freeware
System:
Interpreter (Javascript)
Aufrufe:
4478

Wertung [?]

Herr M.:
3/6
Gesamt:
3/6
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Herr M. (01.11.2014) [verstecken]

Avatar Die Interactive Fiction Gemeinschaft ist in zwei Lager gespalten, nämlich jene Spieler, die die traditionellen Parser bevorzugen (und die mehr Wert auf das Interaktive legen), und jene, die die moderneren Hypertext-Spiele lieber haben (wobei diese in der Regel mehr wert auf die Erzählung legen). Es zeigt sich also wieder einmal, dass eine Gruppe von Leuten nicht klein genug sein kann, dass man nicht darüber streiten könnte, wie man etwas zu tun hat, und wie nicht. Manche gehen sogar so weit, dass sie Spieler einer bestimmten „Gruppierung“ gar nicht erst spielen und sie für all das kritisieren, was sie eben nicht sind. The Entropy Cage spiegelt dies ein wenig in seiner Handlung wieder. Ob das beabsichtigt war oder nicht, ist schwer zu sagen, aber es ist dennoch amüsant bei einer etwas obskuren (und leicht zerstrittenen) Internet-Nischenkultur auf ein Spiel über Dogmatismus in einer verborgenen Computer-Gesellschaft zu stoßen.

Noch amüsanter ist, dass es, meiner Ansicht nach, die Kritiker beider Lager Lügen straft: Dies ist ein Spiel, dass in einem Parser extrem veraltet gewirkt hätte, gleichzeitig ist es aber auch deutlich mehr als ein typisches Twine Spiel, in dem man nur einen Click nach dem anderen macht um den Text weiter zu lesen. Hauptsächlich liegt das daran, dass man hier in die Rolle eines Computer-Psychologen schlüpft, der das Fehlverhalten von Computer KIs (so genannten „subs“) beurteilen soll. Wo so manch früheres Spiel hier auf einen Parser gesetzt hätte, der eine Art Shell-Umgebung emuliert, bekommt man hier stattdessen ein Menü mit einer Reihe von Befehlen vorgesetzt. Obwohl das immer noch nicht wirklich modern ist (und das Spiel soll sogar in der Zukunft spielen), ist es doch schon ein deutlich vernünftigerer Ansatz, da heutzutage wohl nur noch die wenigsten Nicht-Computerwissenschaftler bei ihrer täglichen Arbeit mit einer Shell zu tun haben.

Stattdessen erhält man hier nur kurz die ID-Nummer des Straftäters, seine Grußformel und einen Satz an Befehlen. Zu Beginn ist man auf eine einzige Wahlmöglichkeit beschränkt (nämlich Bestrafen), doch mit fortschreitenden Spielstand kommen eine Reihe neuer Optionen hinzu, wie zum Beispiel die Möglichkeit eine Anfrage zu stellen (warum man etwa Bestrafen sollte) oder auch den Delinquenten zu belohnen, indem man ihn befördert. An dieser Stelle beginnt die Handlung auch an Fahrt aufzunehmen und nach ein paar seltsamen Bugs verlässt man dann endgültig die WHILE 0==0 DO Schleife, und darf ein paar Entscheidungen treffen, die das Antlitz der Welt für immer verändern werden.

Die Schlichtheit des Ganzen sorgt dabei für einen sehr angenehmen Spielmechanismus, da man eben nicht die ganze Zeit die immer gleichen Befehle eintippen muss um mit der Geschichte weiter zu kommen. Und manche Sachen muss man doch etwas öfter wiederholen, ehe sich etwas tut. Einerseits macht diese Monotonie den Einstieg in den Spielfluss ein wenig schwierig, andererseits passt es wirklich hervorragend zu der Thematik des Spiels. Ja, es ist ungemein öde eine sub nach der anderen zu bestrafen (im englischen mit „punish“ übrigens eine sehr interessante Wortwahl), aber es gibt einem auch einen sehr guten Einblick in die Eintönigkeit ihrer „Leben“.

Zudem wird die Auflösung des Ganzen damit noch interessanter, weil es so gut zur nachdenklich stimmenden Abhandlung über den guten alten Konflikt von wegen Energie gegen Entropie passt. Es sei hier mal nicht allzu viel darüber verraten, aber die Ideen dahinter sind schon recht faszinierend… falls man zumindest ein bisschen eine Ahnung von Programmierung hat und/oder schon mal ein zwei Gedanken dem Determinismus gewidmet hat. Selbst wenn dem nicht der Fall sein sollte, wissen die vielen unterschiedlichen Enden vielleicht dennoch zu gefallen, da sie allesamt recht nuancierte Lösungen zeigen, die weder ganz gut noch ganz schlecht sind.

Und das selbst könnte man bis zu einem gewissen Grad wohl auch über den Konflikt in der Gruppe, der dieses Spiel entsprungen ist, behaupten. Auch wenn beide Seiten durchaus ein paar sehr ramschige Programme abliefern, so ist doch auch immer wieder die ein oder andere Perle dabei, die ihr Interface gekonnt zu nutzen weiß. Es gibt einfach keine ultimative Wahrheit bezüglich der Programmierung einer Software, keine perfekte Entwicklungsumgebung: Schrott oder Schönheit lässt sich aus fast allem Schaffen. Letzten Endes kommt es nämlich auf das Talent des/der Schöpfers/Schöpferin an, wie er/sie mit den Werkzeugen umzugehen weiß, um der Vision von Unterhaltung/Erkenntnis Gestalt zu geben. Und was The Entropy Cage anbelangt, so denke ich, dass der Autor es hier geschafft hat ein Spiel abzuliefern, dass mich als Parser-Fan überzeugt hat, dass es so etwas wie ein gutes Hypertext-Spiel geben kann.

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