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Hunger Daemon

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Sean M. Shore
2014
Genre:
Adventure
Thema:
Horror / Humor / Mythen und Sagen /
Textbasiert
Sprache:
English
Lizenz:
Freeware
System:
Interpreter (Glulx)
Aufrufe:
5582

Wertung [?]

Herr M.:
4/6
Gesamt:
4/6
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Herr M. (08.11.2014) [verstecken]

Avatar Hunger Daemon handelt von der Suche eines Langzeitstudenten der Veterinärmedizin nach einem Herz, einem Mädchen und etwas zu Essen… nicht zwangsweise in dieser Reihenfolge. Seine Reise hängt mit seinem Onkel zusammen, der gerade versucht die Welt zu erobern, indem er einen Großen Alten in seinen Körper hinein beschwört. Da das natürlich nicht wirklich passieren wird, stellt sich dem Protagonisten eigentlich nur eine Frage: Wann bekomme ich endlich was zu Essen zwischen die Finger?

Das Ganze lässt sich wohl am besten als eine Art parodistisches Textadventure beschreiben, dass den Cthulhu Mythos gehörig durch den Kakao zieht. Dabei macht sich der Autor lustig über das Brabbeln dümmlicher Liturgie, das Zusammentragen reichlich seltsamer Gegenstände und Folianten vor absolut geschmacklos dekorierten Altären, sehr engstirnige Monsterkäfer und das Ausgraben von außerweltlichen Artefakten an Orten wo sie irgendjemand eigentlich schon längst finden hätte müssen. Besonders gelungen ist dabei der krasse Kontrast zwischen den vergleichsweise „normalen“ Adventure Alltag, die Handlungen die man vollziehen muss um die Geschichte durchzuspielen, und den etwas befremdlichen Dingen, die in einem bestimmten Keller stattfinden.

Doch der Humor macht nicht beim Szenario halt, auch bei den Rätseln gibt es einiges zu Lachen. Die meisten von ihnen sind nämlich reichlich obskur… aber auf eine gute Art und Weise, weil das scheinbar so beabsichtigt war um darzustellen, wie lächerlich gekünstelt sie oft sind in diesem Genre wirken. Gelegentlich macht sich der Text darüber sogar direkt lustig. Man darf alles machen: Vom begehen äußerst widerwärtiger Handlungen um sehr einfache Dinge zu bewerkstelligen, über zurück Laufen, weil man dieses eine dumme Item liegen hat lassen, dass einem so unwichtig erschienen ist, bis hin zum guten alten Querdenken. Das alles hätte zu einem echten Problem werden können, wenn das Spiel nicht so hervorragend auf die Lösungen hinweisen würde. Dabei wird gerade so viel verraten, dass man kaum frustriert aufgeben will, aber trotzdem das Gefühl hat etwas geleistet zu haben.

Außerdem ist der sehr flexible Parser eine sehr große Hilfe. In den meisten Fällen gibt es nicht nur einen einzigen Befehle der einem weiter bringt, sondern man kann seine Formulierungen ein wenig variieren. Bemerkenswert ist zudem, dass das Spiel eine Reihe sehr dummer Kommandos erkennt und diese auch kommentiert, wobei einem gelegentlich sogar ein Hinweis auf die eigentliche Lösung gegeben wird. Und obwohl es ein paar kleinere Bugs gibt (wie zum Beispiel, dass man sein Auto nur mit einem nicht unbedingt naheliegenden Befehl verlassen kann), ist keiner dabei, der verhindert, dass man das Spiel durchspielen kann. Einer inzwischen leider fast ausgestorbenen Tradition folgend, wird am Ende auch eine Liste von amüsanten Sachen erwähnt, die man noch ausprobieren sollte. Das erhöht natürlich die Wiederbespielbarkeit.

Es sollte wohl auch erwähnt werden, wie vorbildlich der Autor ein recht heikles Thema behandelt, bei dem die Gemüter recht rasch erhitzt werden: Nämlich die Religion. Achtung, leichte Spoiler: Im Laufe des Spiels trifft man sowohl tief gläubige Leute als auch ein paar Okkultisten. Obwohl die religiösen Personen ein wenig positiver dargestellt werden, wirkt das Spiel dennoch nicht sonderlich moralisierend und gibt sein bestes jeden als äußerst menschlich darzustellen, mit allen Schwächen und Stärken. Interessanter weise hält einem auch niemand einen Vortrag darüber, woran man zu glauben hat oder nicht. Selbst der Protagonist nimmt nicht eindeutig Stellung dazu, ob es nun an das glaubt was da im Keller vor sich geht, oder nicht (obwohl es recht deutliche Hinweise darauf gibt, dass er das Ganze nicht sonderlich ernst nimmt). Eine hervorragende Entscheidung, die es viel leichter machen dürfte sich mit der Figur zu identifizieren.

Im Großen und Ganzen ist Hunger Daemon ein (buchstäblich wie auch programmiertechnisch) gut geschriebener Leckerbissen. Es bietet dem Spieler ein schmackhaftes Buffet an, welches reichlich gedeckt ist mit Humor, Horror und harten Nüssen, in genau der richtigen Mischung um für fast jeden empfehlenswert zu sein, der mit einem Parser umzugehen weiß und keine Angst vor ein wenig Lesen hat.

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